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Donnerstag, 14. September 2017

Interview mit Daniel Fersch ("E-EEL #0 - Aale Anfang ist schwer(tfisch)")


"... von Dingen oder Tieren inspirieren zu lassen, die man zunächst nicht mit Helden oder irgendwelchen Superkräften in Verbindung bringen würde."

Höhen und Tiefen, Licht und Schatten, Gemeinschaft und Individualität, nie kann man das Eine ohne das Andere haben. Ohne die Kontraste und Achterbahnfahrten, die dadurch geboten werden, wäre das Leben auch monoton! Die Geschichten im myComics-Wettbewerb "Licht und Schatten" zeigen mithilfe der verschiedensten Stilrichtungen und Formaten, sowohl in Farbe als auch in schwarz-weiß, mit Humor und Charme einige Situationen, in denen solche Kontraste besonders klar werden.

Daniel Fersch erinnert uns mit Charme und überraschenden Wortspielen und Wendungen daran, dass es eg-Aal ist wo wir herkommen oder wie wir großgezogen wurden, wir haben alle die Wal und die Verantwortung, das Richtige zu Thunfischen.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Daniel zum Comic, der eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zu deinem Comic "E-EEL #0 - Aale Anfang ist schwer(tfisch)"?

Wenn ich mir neue Charaktere ausdenke, dann versuche ich, mich beim Entwickeln ihrer Kräfte, Fähigkeiten oder Eigenschaften immer von Dingen oder Tieren inspirieren zu lassen, die man zunächst nicht mit Helden oder irgendwelchen Superkräften in Verbindung bringen würde. Etwa irgendwelches Fastfood (wie bei WING – der Mann mit den Chicken Wing-Kräften, Pflegeprodukte (wie bei "Der Silber Shampoonierte") oder eben Zitteraale.

Allerdings war E-EEL auch nicht die allererste fiktionale Figur, die ihre elektrischen Fähigkeiten von Zitteraalen bekam, das gab’s schon bei Blanka aus den Street Fighter-Games oder Electro in “The Amazing Spiderman 2“. Um ihn davon ein wenig abzugrenzen – und außerdem noch ein wenig mehr meines eigenen dummen Humors einzubauen – sollte E-EEL seine Kräfte aber nicht dadurch bekommen, dass er von den Zitteraalen irgendwie aufgeladen wurde – er wurde von ihnen wie ein Aalkind aufgezogen und brachten ihm einfach bei, wie man Stromstöße erzeugt.

Leseprobe "E-EEEL #0 - Aale Anfang ist schwer(tfisch)"

Nachdem die Figur stand, schrieb sich das Setting fast wie von selbst… Natürlich müsste das Abenteuer im Meer spielen und natürlich würden seine Widersacher diejenigen sein, die den Weltmeeren und ihren Bewohnern mehr schaden als alle anderen Wesen zusammen: Menschen. Ursprünglich war das Ganze als einmalige Schnappschildkröten-Idee gedacht und ich hatte der Ausgabe die Nr. 0 gegeben, um das auch klar zu machen, aber viele Freunde fanden die Figuren und die Story so amüsant, dass ich dann sogar ein paar Hefte drucken ließ und mich quasi fast schon gezwungen sah, mit E-EEL weiterzumachen.

Leseprobe: Der Silber Shampoonierte

Woran arbeitest du gerade? Wo findet man mehr von deinen Stories?

Genau deswegen – also weil E-EEL irgendwie ganz gut ankam – möchte ich unbedingt an ihm weiterarbeiten. Zumindest unter anderem. Das zieht sich bei mir allerdings immer alles ein wenig, weil ich zu viele Projekte gleichzeitig umsetzen möchte und schon für ein einziges kaum Zeit finde. Allerdings habe ich vor, in diesem Jahr zumindest noch eine erste Fortsetzung des Aalmannes fertigzustellen, was nebenher alles in der Zwischenzeit noch kommen wird, kann ich gar nicht sagen. Was auch immer genau als nächstes von mir erscheinen wird, es wird auf jeden Fall auf myComics und meiner Facebook-Seite zu finden sein. Gerade auf letzterer gibt es neben Daily Doodles und anderen Arbeiten wie irgendwelchen Pokémon-Fusionen oder anderem Zeugs, das sich so ergibt, dann auch am ehesten Infos darüber, was, wann und wo als nächstes in Comicform fertig sein wird.

Wann hast du mit dem Comiczeichnen angefangen, und wie kamst du dazu?

Ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann ich jemals nicht gemalt oder gezeichnet habe. Mich konnte man schon im Kindergarten mit Stift und Papier irgendwo hinsetzen und hatte dann seine Ruhe. Anfangs habe ich vor allem die Figuren aus meinen Lieblingsvideospielen gezeichnet und Super Mario, Link oder Donkey Kong in irgendwelche selbstausgedachten Abenteuer geschickt. Irgendwo im Keller liegen sicherlich staubige, kleine Heftchen die ich schon vor über 20 Jahren damit vollgekritzelt habe. Später – mit dem Erscheinen von Dragon Ball – war es genau das gleiche, nur haben sich Geschichten und Figuren eben ziemlich verändert. Da fing man auch erst an, Goku und Co gegen neue, erfundene Schurken antreten zu lassen und dachte sich später auch ganz eigene Helden aus, die man in das Universum von Akira Toriyama pflanzte.



So wirklich „ernsthaft“ mit eigene Comics veröffentlichen und im Internet präsentieren, hat bei mir aber erst vor zwei Jahren begonnen. Einfach mal losgelegt, mit dem erstbesten kostenlosen Grafikprogramm aus dem Internet coloriert und dann mal ins Netz gestellt. Im Grunde absolut kein Unterschied zu heute. Ich benutze sogar immer noch das gleiche, kostenlose Programm zum Einfärben. Das hat natürlich seine Grenzen, aber für den leeren Geldbeutel eines Studenten muss es ausreichen. Scheint ja dennoch bei einigen Leuten ganz gut anzukommen.

Daily Doodle

Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war:

Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war: Ich hatte natürlich schon davor hier und da mal ein Lustiges Taschenbuch mit Mickey Maus, Donald Duck und Co geschenkt bekommen oder so, aber das allererste Heft, dass ich mir auch wirklich selbst gekauft hatte war „Phantomias – Abenteuer aus der Zukunft“ eine etwas modernere Variante von Donald Ducks Alter Ego Phantomias – inklusive Zeitreisen, Aliens usw. Das Heft existiert übrigens immer noch. Ist zwar schon entsprechend lädiert, aber zum Lesen immer noch wunderbar geeignet. Im Zuge dessen habe ich grade auch noch entdeckt, dass im Impressum des Hefts von 1997 die Rede ist. Das Teil hat also inzwischen ganze 20 Jahre auf dem Buckel.

Wenn du dich für eine Woche in eine Comicfigur verwandeln könntest, wer würdest du dann sein?


Leseprobe: WING Sammelband 1

Ich denke, da würde ich auf eine meiner eigenen Figuren zurückgreifen – dafür habe ich sie mir ja ausgedacht. Ich wäre für eine Woche lang WING. Zum einen kann er fliegen, was schon echt praktisch sein kann, zum anderen – und das ist noch viel wichtiger – kann er Chicken Wings aus dem Nichts erschaffen. Für gratis Chicken Wings eine Woche lang in einem hautengen, orangenen Ganzkörperanzug zu stecken, wäre vermutlich ein fairer Deal.


Was sind Deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Boah, das ist echt schwierig. Ich würde generell sagen, dass die User-Comics ganz allgemein mein Favorit auf der Seite sind. ‘Ne ganze Zeit lang habe ich versucht, möglichst alle neuen User-Comics die so veröffentlicht wurden zu lesen, einfach weil ich es immer extrem inspirierend finde, zu sehen, was andere so machen – und vor allem wie sie es machen. Das sind dann manchmal natürlich auch Comics, die mich persönlich jetzt von Story oder Stil her vielleicht nicht so direkt ansprechen, aber dann habe ich zumindest etwas in dem Sinne dazugelernt, wie ich selbst etwas nicht umsetzen würde.

In jedem Fall muss ich da wieder öfter reinschauen, ich kam jetzt längere Zeit nicht mehr dazu, mir die neuen Comics anzusehen, aber in den letzten Tagen bin ich auf einiges gestoßen, was ich wirklich super fand. „Flimmern“ von Daniel Sailer etwa finde ich was die Illustrationen angeht, super spannend. Oder „Der Engel“ von Tomppa. Dank solcher Comics hat man selbst so kleine Fixpunkte, wohin man sich selbst mal mit dem eigenen Stil entwickeln will. Achso „Mein Fiebelhain“ hatte sprechende Katzen, mehr braucht es eigentlich gar nicht, um mich zu begeistern


Vielen Dank für das Interview!


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Weitere Interviews + Links:

Mehr von Daniel gibt es auf myComics und Facebook 

Weitere myComics-Interviews und Links gibt es hier: myComics Interviews + Wettbewerbe

Mittwoch, 21. September 2016

Interview mit Matthias Lehmann



Ende Juli fand bei myComics ein 12-Stunden Comic Tag statt, das Thema für den Tag war "Zeichen". Bei diesem kreativen Zeichen-Marathon entstanden beeindruckende und vielseitige Stories, und viele Teilnehmer schafften es zur Ziellinie um Mitternacht fertig zu sein.

Im Anschluss an den 12-Stunden-Comic Tag gab es einen myComics-Wettbewerb  mit 10 der Stories. Mit "Dunkler Fleck", einer Beziehungsstory mit mehreren überraschenden Wendungen, gezeichnet in intensiven Farben und in scherenschnittartigen Szenen, die den Leser in die Story ziehen, belegte Matthias Lehmann den zweiten Platz.
Szene aus "Dunkler Fleck"
Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Matthias Lehmann zu seinem Comic, seinen Tipps für solche Comic-Marathonaktionen und zu seinen aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zu deinem Comic "Dunkler Fleck"? 
Ich habe mir im Vorfeld keine Gedanken gemacht was ich erzählen will, sondern hab mich einfach vom Thema inspirieren lassen was myComics vorgegeben hat. Durch diese Themenvorgabe hatte ich sofort eine Idee, welche Stimmung ich gerne transportieren würde. Und die Geschichte habe ich dann darauf aufgebaut.

Der Arbeitsplatz von Matthias Lehmann
Wie lief der 12h-Comictag bei dir? Welche Tipps hast du für andere, die an einem 12h oder 24h- Comicmarathon teilnehmen möchten?
In den ersten beiden Stunden habe ich ein Storyboard für die 12 Seiten „gezeichnet“. Was mir enorm geholfen hat, zügig die Seiten dann ins reine zu zeichnen. Meine Freundin hat ab und zu nach mir geschaut, etwas zu essen hingestellt und mir gut zugeredet.

Aktuelle Skizze

Woran arbeitest du gerade? 
Derzeit arbeite an einer Sammlung verschiedener Kurzcomics. Zu der auch „Dunkler Fleck“ gehören wird. Ich denke im laufe des nächsten Jahres wird das dann in gedruckter Form erscheinen.
Storyboardseite aus dem Kurzgeschichtenprojekt

Was sind deine aktuellen Favoriten bei myComics? 
Zur Zeit mag ich „Gunshop“ von Sascha Dörp und „Beben“ von Julia Zejn.

Vielen Dank für das Interview! 

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Weitere Interviews + Links 

Mehr zu Matthias Lehman gibt es in seinem comicmatscher-Blog, und in einem früheren Interview bei myComics zu seiner Story "Die Reise" - dort erzählt er auch, wie er zum Comiczeichnen kam.

Weitere myComics-Interviews und Links gibt es hier: myComics Interviews + Wettbewerbe

Donnerstag, 30. Juli 2015

Interview mit David Füleki ("Mutters gelber Schirm")


Im Juni fand bei myComics ein 12-Stunden Comic Tag statt - das Thema für den Tag war "Schirm". Die Stories, die bei diesem kreativen Zeichenmarathon entstanden, waren beeindruckend und vielseitig, und eigentlich hätten alle schon für die Nerven und Ausdauer einen Preis verdient. Im myComics-Wettbewerb zum 12-Stunden-Tag ging es dann in die nächste Runde - diesmal waren die Leser am Zug. Mit seinem bewegenden Comic "Mutters gelber Schirm", der ohne Worte und Erklärung auskommt, und dabei Fantasie und Zeitgeschichte unerwartet und überzeugend verknüpft, kam David Füleki dabei besonders gut an - er erreichte den ersten Platz im Wettbewerb.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben David Füleki zu seinem Comic und zu aktuellen Projekten befragt:


Woher kam die Idee zu deinem 12 Stunden Comic „Mutters gelber Schirm“?

Das lief dieses Mal erstaunlich schnell und automatisch ab. Mein erster Gedanke, als ich das Thema gesehen hab, war: Häh? Niemals nie fällt mir dazu etwas – und zack: drei Ideen. Die erste Idee wäre in Richtung meines 2012er MyComics-12h-Wettbewerbs-Beitrags gegangen. Damals hab ich mit einem Comic teilgenommen, der zwei Figuren aus meinem Manga „Struwwelpeter: Die Rückkehr“ als Erwachsene gezeigt hat. Eine Nebenfigur aus dem Titel ist der fliegende Robert, der ja in der Kinderbuch-Vorlage vom Struwwelpeter auch mit einem Schirm abzwitschert. Daher der Gedanke, den Robert noch mal auszubuddeln und ihn ein Abenteuer erleben zu lassen, bei dem er mit seinem Regenschirm vom Wind mitgerissen wird und irgendwas Verrücktes über den Wolken erlebt. Wäre wohl eher wieder eine Gag-Parade geworden und irgendwie wollte ich das dieses Mal nicht. Bei solchen Challenges isses immer wieder reizvoll, mal von seinen gewohnten Pfaden auszubrechen.

Ausschnitt aus dem 2012er Wettbewerbs-Beitrag
von David Füleki, mehr dazu hier: Interview 2012)

Als zweite Idee kam mir was mit einem Banken-Rettungsschirm. Das war tatsächlich auch schon eine ganz gute, final durchdachte Kurzgeschichte in einem Kinderbuch-artigen Stil, bei der ich letztlich aber zu viel Bedenken hatte, dass sie zu metaphorisch gerät und man das Thema Schirm vielleicht nicht mehr so gut rausliest. Da sollten auch Riesen und ein tapferer kleiner Abenteurer drin vorkommen, die aber eigentlich für was ganz anderes standen. Das dritte und schließlich umgesetzte Konzept ist im Prinzip eine Mischung der beiden ersten. Das Motiv des Davonfliegens aus der Robert-Idee und das ernstere Metaphorische der Rettungsschirm-Story sowie deren kinderbuchiger Stil. Im Gegensatz zu meinem 2012er-Sieger-Beitrag wusste ich dieses Jahr übrigens gleich von Beginn, wohin die Geschichte führt, was mich selbst überrascht hat.

Welche Tipps würdest du anderen für so eine Comic-Marathon-Zeichen-Aktion geben ?

Als ich 2012 zum ersten Mal an so einer Aktion teilgenommen hab (wie gesagt: der MyComics-Wettbewerb), hab ich gemerkt, dass man sich zeichnerisch zurückhalten und z.B. auf komplizierte Stadtansichten verzichten sollte. Mittlerweile hab ich an fünf solcher Aktionen teilgenommen und jedes Mal komplizierte Stadtansichten drin gehabt. Ergo Zeitnot und sinnloser Stress auf den letzten Metern. Null Lerneffekt so weit, aber dieses Mal gab es einen entscheidenden Vorteil: Ich hab es bei den Bleistiftzeichnungen belassen. War ungewohnt, da ich das nie so mach, aber als ich einen Stil gefunden hatte, der das Medium Bleistift legitimierte, gab es direkt so einen enormen Geschwindigkeitsboost, dass ich sogar deutlich vor der Deadline fertig war.

Ausschnitt aus "Mutters gelber Schirm"
Daher vielleicht der Tipp an alle, die sonst auch einen eher friemeligen Detail-verliebten Strich haben: Nutzt solche Aktionen, um einen sinnvollen, reduzierten Stil auszutesten. Zwölf Stunden Zeit müssen nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Comic am Ende auch aussieht wie unter Zeitdruck entstanden. Dieses Jahr fand ich übrigens, dass da einige Beiträge dabei waren, die das Zeitdruck-vs.-Stil-Dilemma hervorragend gelöst haben. Sprich: Da sind Werke entstanden, wo ich nicht direkt davon ausgehen würde, dass die in so kurzer Zeit entstanden sind. Gutes Zeuch – da sollten alle noch mal reinschauen, vor allem bei den vorderen Plätzen.

Woran arbeitest du gerade?

Dieses Jahr will ich erstmals auf der Comiket in Tokyo signieren; dafür bastel ich noch fix ein paar Special Editions einiger Werke; auch ein Heft zu „Mutters gelber Schirm“ – passt ja mit der Textlosigkeit als international verständliche Geschichte. Dafür hab ich die zwölf Seiten übrigens noch mal stark gestreckt. Der Comic ist jetzt fast doppelt so lang und hat zwei Szenen dazu gewonnen, die ich aus Platz- und Zeitgründen in der Ursprungsversion streichen musste, obwohl sie fest eingeplant waren.

Mein aktuelles Hauptprojekt ist eine Abenteuergeschichte, die über einem gigantischen Wolkenmeer spielt und von einem Jungen handelt, der mit einer digitalen Handprothese mit eigenem Willen gegen die apokalyptischen Reiter kämpft, die wie eine Naturgewalt über die letzten Bastionen der postapokalyptischen Menschheit hinwegfegen. Das Übliche halt. Nebenbei zeichne ich noch den wöchentlichen „Der Schlaufuchs“-Comic für die Fuldaer Zeitung (in Kooperation mit dem Andi Völlinger und der Susan Burdack) sowie allerhand Entoman-Kurzgeschichten sowie den zweiten Teil meines ambitionierten Web-Comic-Epos „Infamous Justice Force Strikers“. Alles in allem wieder viel zu viel und nie wird was fertig. Bin aber auch langsam geworden im Alter … Die erste Seite des aktuellsten Entoman-Abenteuers, wo der Super-Erpel gegen akutes Nierenversagen in den Krieg zieht, gibt es übrigens auf myComics in der JAZAM! X-Leseprobe zu sehn.

Cover von „Infamous Justice Force Strikers“

Dein Manga „78 TAGE AUF DER STRASSE DES HASSES“ hat dieses Jahr beim Comicfestival München den Preis für den besten deutschsprachigen Manga erhalten – Glückwunsch! Könntest du etwas mehr dazu erzählen, zum Manga, und auch zur Preisverleihung?

Also erst mal zur Preisverleihung an sich: Da hat der Lars von Törne für den Tagesspiegel eine schöne Zusammenfassung runtergeschrieben. Unter „P wie Preisverleihung“ kann man dazu was nachlesen.

Für mich war es insofern eine interessante Erfahrung, weil ich bei all den Preisen noch nie einen auf so einer großen Bühne entgegen nehmen durfte. Normalerweise werden Comic-Auszeichnungen ja eher zwischen Damentoilette und Notausgang oder neben der Bäckerei Kamps am Südbahnhof verliehen, aber in München hat man da schon ordentlich was aufgezogen. Da fühlt man sich als Comicschaffender schon irgendwie gewertschätzt. Leider gab es nach der Preisverleihung kein Freibier, wie es uns im Vorfeld versprochen wurde. Da sind viele Größen der internationalen Graphic Novel-Szene arg geknickt und durstig zu ihren Hotels zurück getrottet.

Zum Titel: „78 Tage auf der Straße des Hasses“ (oder kurz: "78 Tage" basiert ja auf Konzepten und Figuren, die ich bereits Anfang des Jahrtausends gekritzelt hab – noch zu Schulzeiten. Die Serie an sich läuft nun seit 2008, wo die ersten Hefte noch in miesester Copyshop-Qualität bei Delfinium Prints erschienen sind – ein Verlag, den ich extra mit zwei Kumpels dafür gegründet hatte (und den es zur Überraschung aller immer noch gibt). Für mich is das also eine sehr persönliche Geschichte, die bei all der oberflächlichen Gewaltdarstellung, dem vermeintlichen plakativen Sexismus und dem Fäkalhumor doch auch sehr viel Subtext liefert. Da gibt es allerhand auf der Meta-Ebene zu interpretieren. Wer alle Zeichen richtig deutet, kann mir also ganz tief in mein kleines, zerbrechliches Herz reingucken. Es gibt aber auch viele dumme Witze, die wirklich nur dumme Witze sind. Generell freut mich, dass immer mehr Rezipienten langsam erkennen, dass die Serie Satire ist, die verschiedene Ebenen bedient. Leser mit niederen Bedürfnissen (Splatter, Sex und Pokémon) können sich das also reinziehen und eine Menge Spaß mit dem Brachialhumor und der Zombie-Action haben, ganz schlaue Leser mit Doktor in Nerdologie können es lesen und ganz viele popkulturelle Referenzen rausfiltern und sich intellektuell geil fühlen. Ich denk, das war auch letztlich der Punkt, weshalb das Teil den PENG!-Preis bekommen hat – weil da Pokémon-Referenzen drin vorkommen.

Hier gehts zur Leseprobe

Jetzt hoff ich mal, dass noch ein paar Leserinnen und Leser dazu kommen, der erste Story Arc ist nun nach sieben Jahren Arbeit und etwa 700 gezeichneten Seiten auch endlich mal abgeschlossen. Noch ein kleiner Funfact: Im ersten Band von „78 Tage“ (erschienen bei TOKYOPOP) kann man nicht nur die oben erwähnte Entstehungsgeschichte des Comics sowie meines Kleinverlags in einer autobiographischen Bonus-Story nachlesen, sondern da wird tatsächlich auch im Prolog so ein bisschen die PENG!-Preisverleihung prognostiziert.

Was war das bisher beste Erlebnis für dich als Comiczeichner? Und was war die schwierigste Zeit?

Gute und schlechte Zeiten wechseln sich in dem Metier ständig ab – die reinste Seifenoper. Aber ich hab das Gefühl, die Gewichtung nutzt sich ab und der ganze Illustratoren/Comiczeichner-Alltag wird immer mehr zu einer bräunlichen, homogenen Masse mit nur noch sehr seichtem Wellengang. Daher schlugen beide Extreme auch noch die größten Wellenberge, als ich mit dem Kram anfing. Die besten Erlebnisse waren daher wahrscheinlich meine ersten Leipziger Buchmessen inklusive einer Platzierung beim 2003er Manga-Talente-Wettbeweb, was damals eine unfassbar große Nummer war.

Da hing auch ein gewaltiger Rattenschwanz dran, wo Leute plötzlich begannen, sich für einen zu interessieren – ein ganz großes Rum- und Eingeschleime zum Teil. Herrlich! Einladungen zu irgendwelchen Film-Premieren und Feierlichkeiten mit Tanz und Hot-Dog-Buffet, Ausstellungen in irgend so einem Mercedes-Haus, erste Online-Fans, ständig stand die Presse bei uns in der Bude (und hat sich zum Teil nicht mal die Schuhe ausgezogen, weshalb meine Mutti erst mal ordentlich putzen durfte, nur weil das Kind sich entschieden hatte, Comics zu malen).

Damals fühlte sich dieses Manga-Zeichner-Ding wirklich noch wie der unterste Treppenansatz eines Popstar-Lebens an. Jetzt ist man da viel geerdeter. Statt Popstar eher so was wie eine Bierzelt-Kapelle auf dem Dorffest. Mittlerweile sind die Highlights die regelmäßigen Treffen mit Kollegen. Wir machen auch ein- bis zweimal jährlich mehrtägige Workshops, wo dann u.a. auch zu Übungszwecken 12-Stunden-Comics gezeichnet werden.


Schwierige Zeiten waren immer die, wo man sich eingestehen musste, dass das mit der Comiczeichnerei vielleicht doch nix Handfestes ist. Und die kamen immer und immer wieder, weshalb ich nach jedem größeren Lebensabschnitt eine Alternative zum ursprünglich geplanten Weg als Profi-Zeichner finden musste. Zivildienst statt Zeichnerei, Gemeindearbeit statt Zeichnerei, Bachelor statt Zeichnerei, Master statt Zeichnerei. Mittlerweile hat sich zwar die Zeichnerei durch die kontinuierliche Nebentätigkeit zum Haupterwerb gemausert, aber „leider“ nur mit Schwerpunkt auf Illustratoren-Jobs, und nicht wie erhofft mit der Publikation epischer Comic-Geschichten.

Das Schwerste ist wohl, wenn man irgendwann an den Punkt angelangt, wo man sich eingestehen muss, dass es mit der Comiczeichnerei allein hierzulande eben nicht funktioniert. Zumindest in 99 % der Fälle. Selbst, wenn man zwischendurch immer mal das Gefühl hatte, dass dieses und jenes Projekt oder der ein oder andere Preis endlich mal den richtigen Durchbruch markierten, kamen doch stets die Ernüchterungsphasen postwendend. Leider blieben viele extrem gute Kollegen aus meinem Dunstkreis in solchen Phasen auf der Strecke und haben es aufgegeben. Und obwohl ich auch immer mal wieder sage, dass ich es mit der Comiczeichnerei sein lasse und mich auf das viel einfachere reine Illustrieren konzentriere, zieht es mich immer wieder zurück zum Niederkritzeln eigener kleiner Geschichten und meinem guten Dutzend Leser.

Was sind deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Seit einigen Jahren verfolg ich mit viel Wonne die genial illustrierten und frech-frivolen Arbeiten vom Michael Hacker, der nun endlich mal auch auf MyComics vertreten ist und hier seinen unvergleichlichen Austria-Charme verspritzt. Wieder mal der Beweis, dass nur ganz selten mal was Schlechtes aus Österreich kommt. Aber Obacht: Is auch bisschen gruselig, was der malt!

Vielen Dank für das Interview!

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Weitere Links + Interviews:

David bei myComics:
Entoman, Manga-Madness...

David im Web:
Website

Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern

Freitag, 10. Juli 2015

Countdown beim 12-Stunden-Wettbewerb!





Die letzten Tage im 12 Stunden-Wettbewerb laufen!

Auf den vorderen Plätzen liegen "Mutters gelber Schirm" von David Füleki, "Candy Island" von Ihabo Azzamo, "Mit Schirm, Charme und Melone" von Michael Wild und "Schweigen Sprechen" von Katja Klengel.

Jetzt nochmal voten: 12-Stunden Comic Wettbewerb

Der Wettbewerb endet im Lauf vom 15. Juli. bis dahin kann jeder registrierte User alle 24 Stunden seine Stimmen abgeben und so seinen Favoriten zum Sieg verhelfen. Gewinner des Wettbewerbs wird der Teilnehmer, der am Ende die meisten Stimmen erhält.

Der erste Platz im Wettbewerb ist mit 300 Euro in bar dotiert, Platz 2 und 3 mit Comic-Gutscheinen. Und natürlich gibt es auch wieder Interviews mit den 3 Gewinnern.




Donnerstag, 7. Mai 2015

Interview mit Julien Meuter ("Sigyn")



"Unfähig sich ihrem Schicksal zu ergeben, macht sich Sigyn auf, um nach ihren Liebsten in allen neun Welten zu suchen und stellt sich somit gegen den Willen der Götter."

Im aktuellen myComics Wettbewerb drehte sich alles um das Thema "Gefangen & Getrieben". Mit seinem bewegenden 65-seitigen Comic "Sigyn", welcher auf der nordisch-germanischen Mythologie Edda basiert hat Julien Meuter viele Leser gefunden, und hat den ersten Platz im Wettbewerb für sich gewinnen können.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Julien Meuter zu seinem Comic, der eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zu „Sigyn“?

Wie ich darauf kam, war eher Zufall. Generell interessiere ich mich sehr für Mythologien, Sagen/ Märchen, sowie früheren Zeitepochen, insbesondere dem frühen Mittelalter, welches ich auch immer gerne in meine Geschichten mit einfließen lasse. Der eigentliche Ursprung der Idee für „Sigyn“ basiert allerdings auf einem völlig anderen Comic-Projekt von mir, was kurz vorm Abschluss stand und ich war generell schon im Geiste auf der Suche nach einer neuen Idee. Bei diesem Comic-Projekt handelte es sich um ein Fan-Comic von Disney`s König der Löwen. Nun kamen aber irgendwann auch die Marvelfilme „Thor“ und später „The Avengers“ raus und ich hatte plötzlich unter meinem Comic gehäuft Kommentare und Vergleiche zu Thor und Loki aus den Filmen, die ich aber nicht gänzlich verstand, da ich die Filme zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gesehen hatte. Irgendwie ging der ganze Hype erst einmal an mir komplett vorbei, da ich mich noch in meiner Nostalgie-Kindheitserinnerungs-Phase befand. (Ich hinke da eh immer hinterher, hole aber auf).

Ausschnitt aus "Sigyn"

Aber so kam man ins Gespräch mit anderen, auch über die nordische Mythologie, da nun auch ein Interesse bestand sich damit vermehrt auszutauschen und so griff ich auch privat auch verstärkt wieder zu den bestimmten Büchern in meinem Bücherregal und las mich unter anderem nochmal komplett durch die nordische Mythologie und wiederum andere Bücher, die die diese nochmal anders interpretieren. Von da an war ich mir sicher, mein nächstes größeres Comic-Projekt wird über die nordische Mythologie sein. Nun hat es mir aus irgendeinen Grund die Figur der „Sigyn“ angetan. Sie wird zwar in der schriftlichen Mythologie nur in ganze stolze 2 Sätzen kurz erwähnt, aber dies gibt wiederum unheimlich viel Spielraum für eigene Ideen. Außerdem fand ich es immer schon recht ulkig, dass Sigyn, die als Sinnbild der eheliche Treue steht gerade mit dem weitläufig auch bekannten „Gott der Lügen“ verbunden ist. Das gab mir den Anstoß etwas über sie zu machen, was über dem „Ich bin die Frau von jemanden“ hinaus geht.



Woran arbeitest du gerade? Wo findet man mehr von deinen Stories?

Momentan arbeite ich noch an „Sigyn“. Dies wird auch wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber ich plane gedanklich auch schon an einem anderen Comic-Projekt, welches die Geschichte der Medusa thematisieren soll. Mal schauen. Eins nachdem anderen. Ich bin unter anderem auch auf DeviantArt unter selbigen Namen recht aktiv. Wobei es dort mehr um diverse Fan-Comics geht und diese in englischer Sprache sind. Ich wollte dies auch damals einfach nutzen um meine Englisch-Kenntnisse wieder aufzuarbeiten. Unter anderem befindet sich dort eben auch das oben erwähnten König der Löwen-FanComic. Dies war unter anderem auch mein erstes Comic, welches ich komplett mit einem Grafic-Tablet angefertigt habe. Vorher hatte ich halt nur ganz klassisch mit Papier und Stift gearbeitet.

Der Arbeitsplatz von Julien

Wann hast du mit dem Comiczeichnen angefangen, und wie kamst du dazu?

Comics habe ich eigentlich schon immer gezeichnet. Ich habe als Kind auch immer Geschichten erzählt, wenn ich mit meinem Vater spazieren gegangen bin. Wir gingen immer eine Stunde mit dem Hund spazieren und ich erzählte ihm dann irgendeine spontan ausgedachte Geschichte. Zum anderen gehört malen und zeichnen schon von Anfang an zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Ich war ein sehr unkompliziertes Kind. Hatte ich Stift und Papier war ich ruhig und beschäftigt. Allerdings fällt es mir persönlich bis heute schwer einfach auch nur ein einzelnes Bild zu zeichnen oder zu malen, weil ich immer eine weiterlaufenden Geschichte erzählen möchte. Was eignete sich dann besser als Bildergeschichten, sprich Comics zu zeichnen. Ich habe damit zwei Dinge, die ich Liebe miteinander verbunden.

Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war:

Mein erstes Comicheft was ich mir gekauft habe war der Manga: „Oh! My Goddess“ von Kōsuke Fujishima . Zuvor habe ich mir die Comics meines Bruders immer geliehen. Das ersten Comic, welches ich gelesen habe bzw. Comic-Reihe war „Clever und Smart“. Mit denen bin ich quasi aufgewachsen.

Ausschnitt aus "Lokis Prüfung"

Wenn du dich für eine Woche in eine Comicfigur verwandeln könntest, wer würdest du dann sein?

Die Katze von Simon, aus Simon`s Cat. Einfach mal eine Woche nur Schlafen, Essen, irgendein Chaos anrichten und dann weiterschlafen, wissend dass man keinen Ärger bekommt, weil man ist ja eine Katze.

Was sind deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Feste Favoriten habe ich eigentlich (noch) nicht. Momentan klicke und lese ich mich durch und erfreue mich an den tollen Arbeiten. Ich muss aber sagen, dass ich „Irgendwo im Nirgendwo“ von Anja Uhren sehr beeindruckend finde und eigentlich auch gedacht habe, dass sie den Wettbewerb für sich gewinnt. Es hat etwas märchenhaftes und ich mag nun mal Märchen.

Vielen Dank für das Interview!

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Weitere Links + Interviews:

Julien bei myComics:
Sigyn , Lokis Prüfung

Julien im Web:
Julien bei deviantart


Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern

Mittwoch, 11. März 2015

Interview mit Andreas Butzbach ("MOLEKEI last of the Amish")


"Molekei, der letzte der Amisch kämpft für die Zukunft der Menschheit..."

Im aktuellen myComics-Wettbewerb Traum und Realität war alles erlaubt, von Alltag bis Ausnahmezustand, von Comicszene bis zu Kapitalismus, von Satire bis Thriller. Mit seinem Weltretter der anderen Art begeisterte Andreas Butzbach viele myComics Leser und landete mit "MOLEKEI last of the Amish" auf dem zweiten Platz im Wettbewerb.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Andreas zu seinem Comic, seiner eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zu deinem Comic "Molekei Last of the Amish"?

Molekei erwuchs Stück für Stück aus dem Hass und der Verzweiflung die ich tief im Innern mit mir trage.

Ernsthaft, das kann ich so nicht beantworten. Molekei wurde in den Kommentaren als "Italo-western meets H.G. Wells beschrieben". Ich hab mich darüber sehr gefreut und finde es auch sehr passend. Ich wollte etwas Smartphone bezogenes machen, das die Übernahme- und Korruptionsbereitschaft unserer Gesellschaft widerspiegelt. Leute tragen das gesammelte Wissen der Welt in ihren Taschen aber kümmern sich nur um Statusupdates und Profilbilder. Hier kommt dann Molekei als Ausgleich ins Spiel. Als Amisch hat er einfach kein Interesse an dem ganzen Kram und bleibt so immun. Außerdem wollte ich einen sehr hohen Trash und Gewalt Faktor. Der sensenschwingende Molekei war dann das Ergebnis.

Ausschnitt aus "MOLEKEI last of the Amisch"

Molekei ist in englischer Sprache – Bist du in der englischen Comicszene unterwegs, bzw. auf welchem Weg machst du den Comic unter englischen Comiclesern bekannt?

Als ich damals damit anfing Comics zu lesen und zu sammeln, war der deutsche Markt sehr überschaubar gehalten. Ausser Spiderman und Conan Taschenbücher vom Condor Verlag war da nicht viel. Zum Glück gabs in meiner City aber ein kleines Antiquariat das auch US Comics führte. Dort tauschte ich Bücher gegen Comics und erfreute mich an Aliens vs. Predator und Lobo. Ich bin es daher gewohnt meine Comics in englisch zu lesen und mache das heute immer noch so. Das Molekei in englischem Text ist war für mich daher nur logisch. Ein netter Nebeneffekt ist das mit englischem Text eine größere Spanne von Lesern erreicht werden kann.

Es stehen ja wieder einige Messen, z.B. die Leipziger Buchmesse – wo kann man dich live treffen?

Leider hat mich noch keiner zur Buchmesse eingeladen :), bis es soweit ist klemme ich mich hinter mein Wacom und zeichne dort...

Woran arbeitest du gerade?

Momentan arbeite ich an einem Sammelband mit Sci- Fi Kurzgeschichten, jede Geschichte hat 3-8 Seiten. Bis jetzt sind es sieben Geschichten. Außerdem liegen hier noch fünf fertige Seiten für ein Kapitel von Michael Mikolajczaks "Broken" für die ich noch das lettering fertig machen muss. Meine Arbeiten im Comic Bereich dokumentiere ich in meinem blog wann immer ich nebenbei Zeit dafür finde.

Ausschnitt aus "Tomoe Gozen"

Wann hast du mit dem Comiczeichnen angefangen, und wie kamst du dazu?

Das Zeichnen war schon immer da und ich bin, mal mehr mal weniger, über die Jahre dabei geblieben. Seit etwa einem Jahr zeichne ich wieder täglich und in Comic Form.

Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war:

Wahrscheinlich Spiderman vom Condor Verlag. Ich erinnere mich aber genau an meinen ersten Band Akira. Es war Band 13, 30 Mark das Teil, Endzeit pur. Mittlerweile, 20 Jahre später, fehlt mir immer noch der letzte Band Nr. 19...

Cover von "MOLEKEI in space"

Wenn du dich für eine Woche in eine Comicfigur verwandeln könntest, wer würdest du dann sein?

Lobo. (Gezeichnet von Bisley :)

Was sind deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Generell finde ich die User Comics alle sehr interessant, spezielle Favouriten habe ich da keine.

Vielen Dank für das Interview!

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Weitere Links + Interviews:

Andreas bei myComics:
Molekei

Andreas im Web:
Blog

Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern

Mittwoch, 4. März 2015

Interview mit Adrian vom Baur ("Offline Dating")



"Das Date läuft nicht besonders gut an, wird dann aber schnell interessanter, als sich ein Dimensionsloch auftut und die beiden in fremde, abenteuerliche Welten entführt."

Im aktuellen myComics-Wettbewerb Traum und Realität war alles erlaubt, von Alltag bis Ausnahmezustand, von Comicszene bis zu Kapitalismus, von Satire bis Thriller.
In seinem Comic "Offline Dating" bring Adrian vom Baur das Dating in eine andere Dimension und landet hochverdient auf dem dritten Platz im Wettbewerb.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Adrian zu seinem Comic, seiner eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zu deinem Comic "Offline Dating"?

In den letzten Jahren habe ich die eine oder andere Erfahrung mit Online-Dating und den daraus resultierenden Dates gemacht und habe mir gedacht, dass ein solches erstes Date interessanten Stoff für einen Comic liefern könnte. Auch wenn es in den Geschichten letztendlich um Monster und Dimensionsportale geht, nehme ich beim Schreiben immer ganz gerne Situationen und Erfahrungen aus meinem eigenen Leben aus Ausgangspunkt. Das hält die Storys davon ab, zu abgehoben und weltfremd zu werden. Frei nach dem Motto: "Write what you know."

Ausschnitt aus "Offline Dating"

Du bist ja Gründungsmitglied und Redakteur bei JAZAM!. Wie hat sich JAZAM! entwickelt von der ersten bis zur jetzt kommenden Ausgabe, und wie teilt ihr die Arbeit im Team auf?

Über das Comicforum kannte ich die beiden anderen Gründer David Koslowski und Nico Simon. Wir waren damals (vor ca. 9 Jahren!) alle noch ziemliche Anfänger und hatten bei anderen Publikationen nur Absagen geerntet, weswegen wir beschlossen, einfach mal selber ein Comicbuch drucken zu lassen. Wir konnten einige andere Forenmitglieder überzeugen, mitzumachen und seitdem wurden es immer mehr Zeichner. Schon bei der zweiten oder dritten Ausgabe mussten wir kaum noch Künstler aktiv anwerben, um das Buch vollzukriegen. Im Laufe der Jahre wurde JAZAM! immer dicker und die Comics darin immer besser. Mittlerweile haben wir durch JAZAM! ein ziemlich cooles Künstler-Netzwerk aufgebaut und bei den Comics im Buch ein echt hohes Qualitätslevel erreicht. Welche Comics ins Buch kommen, entscheiden die vier Redaktionsmitglieder gemeinsam, andere Aufgaben werden aufgeteilt. Ich mache z.B. das Design und Layout des Buches, während Nico sich um Finanzen und Steuern kümmert.

Ausschnitt aus "Offline Dating 2"

Was waren bisher die größten Überraschungen bei der Arbeit an JAZAM!, sowohl positiv als auch negativ?

Die erste Überraschung war wohl, dass es überhaupt so viele Künstler gab, die bei uns mitmachen wollten. Wir hatten bei der 1. Ausgabe ganz unbedarft unter unseren Internet-Bekanntschaften herumgefragt, ob jemand mitmachen will, und hatten kurz darauf plötzlich ein ganzes Buch voller erstklassiger Comics. Das ist dann in den Folgejahren immer mehr geworden, was irgendwann leider auch den negativen Teil nach sich zog: Absagen. Absagen zu schreiben macht wirklich keinen Spaß und wird bei steigender Zahl der Einreichungen leider jedes Mal häufiger nötig. Und dummerweise sind gerade die schwächsten Zeichner und Autoren oft diejenigen, die am empfindlichsten auf Kritik reagieren.

Adrian beim Zeichnen

Es stehen ja wieder einige Messen, z.B. die Leipziger Buchmesse – wo kann man dich live treffen?

Am 8. März wird es eine große Comiclesung aus meinem Buch "Hipsters versus..." im "Sabotage" in Dresden geben (Trailer). Die Lesung ist Teil der Reihe "Reading Panels" und ich lese dort zusammen mit Katja Klengel, Tim Gaedke und Matthias Lehmann.



Ich versuche gerade, eine weitere Hipsters-Lesung in meiner neuen Heimat Berlin zu organisieren. Wenige Tage danach (vom. 13.-15.3.) werde ich auf der Leipziger Buchmesse am Stand der "Comic Solidarity" sein und in den folgenden Monaten mit "JAZAM!" unter anderem bei der ComicInvasionBerlin im April, dem Dresdner Comicfest im Mai und dem Münchner Comicfestival im Juni.

Cover von "Hipsters versus ..."

Woran arbeitest du gerade?

Gerade arbeite ich neben den Lesungsvorbereitungen an einem "Offline Dating"-Büchlein, dass neben dem Comic aus dem Wettbewerb auch noch die bisher unveröffentlichte Fortsetzung vom letzten 24h-Comictag enthalten wird. Ich hoffe, es bis Leipzig fertigzukriegen! Das Buch wird vom Format her ähnlich wie mein anderer 24h-Comic-Band "48 Stunden Angst". Des Weiteren arbeite ich mit Hochdruck an der 10. Ausgabe der Comic-Anthologie JAZAM!, zu der ich neben der Redaktionsarbeit auch wieder einen kurzen Comic beisteuern werde. Der Band wird zum ersten Mal komplett in Farbe gedruckt und das Thema ist "X".

Cover von "Offline Dating"-Büchlein

Was sind deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Bei den User-Comics fällt mir aktuell nur "Das kleine Ich" von Yinfinity ein. Den fand ich gut. Bei den Verlags-Leseproben fielen mir "Anyas Geist" von Vera Brosgol, "Pimo & Rex" von Thomas Wellmann und "Hilda und der Mitternachtsriese" von Luke Pearson ins Auge, die ich alle unlängst als Buch gelesen habe und sowohl inhaltlich als auch zeichnerisch ziemlich toll fand. Auch schön, dass das alles Titel sind, die auch für jüngere Leser geeignet sind. Vielleicht sollte ich so etwas auch einmal machen...

Vielen Dank für das Interview!

Mehr zu Adrian findet ihr in einem früheren Interview mit ihm hier im Blog, dort geht es um seinen 24-Stunden Comic "ANNI - Die kleine Kannibalin", und um Eindrücke und Tipps zum 24-Stunden-Comiczeichnen: Interview mit Adrian vom Baur.

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Weitere Links + Interviews:

Adrian bei myComics:
Hipster versus , ANNI die kleine Kannibalin

Adrian im Web:
Blog , Website

Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern

Mittwoch, 25. Februar 2015

Interview mit Yunuyei ("Ritter Karl-Heinz-Günther")


"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde."

Im aktuellen myComics-Wettbewerb Traum und Realität war alles erlaubt, von Alltag bis Ausnahmezustand, von Comicszene bis zu Kapitalismus, von Satire bis Thriller. Mit ihrem frechen und humorvollen Manga über den bekennend schwulen, gildenlosen "Ritter Karl-Heinz-Günther" und sein Alpaka holte Yunuyei den ersten Platz.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Yunuyei zu ihrem Comic, ihrer eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

1) Woher kam die Idee zu deinem Comic "Ritter Karl-Heinz-Günther"?

Eine meiner besten Freundinnen wollte mich dazu inspirieren einen Boy’s Love Comic zu zeichnen. Ich bin allerdings kein großer Fan dieses Genre und nachdem ich mit einer anderen Freundin (Qorin) über die typischen Klischees diskutiert habe, entstand die Idee eine Parodie auf dieses Genre zu zeichnen. Sie hat mir auch sehr bei der Namensfindung, der Entwicklung der Story und der Witzen geholfen.

Ausschnitt aus "Ritter Karl-Heinz-Günther"

Auf deiner Facebook-Seite schreibst du, dass die Story demnächst in Druck geht, und dass das Cover von einem Grafiker gestaltet wurde. Wie kam es zu der Zusammenarbeit, und bis wann kann man vorbestellen? War das Projekt von Anfang an als gedruckter Manga geplant, oder hat sich das so ergeben?

Auch wenn ich sehr viele Mangas online lese, bin ich dennoch ein Fan des gedruckten Buches. Es war von Anfang an geplant den Manga zu drucken. Die Vorbestellung war bis 15. Februar möglich und der Manga ist nun in Druck gegangen. Allerdings kann man ihn bei mir direkt via Kontaktaufnahme über Facebook, Animexx oder meinem Blog, bestellen. Da ich selbst wenig Ahnung von Grafikdesign habe und es mir wichtig ist, dass meine Mangas einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen, habe ich, wie für alle meine Werke, wieder einen Grafiker beauftragt. Da Wolfe bereits die Covergestaltung zu anderen Werken von mir gemacht hatte, habe ich ihn engagiert. Er gibt unter anderem auch den Animexx Manga-Mixx heraus und arbeitet als Grafiker für diverse Verlage und ich kenne ihn noch aus meiner Zeit vom Nixenblutverlag, für den er ebenfalls Cover gestaltet hatte.

Moritz das Schaf aus "Ritter Karl-Heinz-Günther"

Es stehen ja wieder einige Messen, z.B. die Leipziger Buchmesse – wo kann man dich live treffen?

Man kann mich in nächster Zeit auf der Leipziger Buchmesse, der Animuc und der Vienna Comix antreffen. Allgemein findet man mich auf den meisten österreichischen Cons. Ich plane dieses Jahr auch noch die Connichi und Yukon im Herbst zu besuchen.

Woran arbeitest du gerade?

Momentan bereite ich mich auf die Leipziger Buchmesse vor. Demnächst würde ich gern den letzten Band meines Mangas „Black Frost“ zeichnen und einen weiteren Sherlock-Doujinshi.

Ritter Karl-Heinz-Günther

Was sind deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Einen direkten Favoriten habe ich nicht, ich mag die Comics aber von Wieland Möbus, Stephan Scholz und David Füleki sehr.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr zu Yunuyei findet ihr im ersten Interview mit ihr hier im Blog zu ihrer Story "Hell's Kitchen". Dort erzählt sie unter anderem auch, wie sie mit dem Zeichnen angefangen hat: Interview mit Yunuyei.

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Weitere Links + Interviews:

Yunuyei bei myComics:
Blck Frost Last Promise , Hell's Kitchen

Yunuyei im Web:
Facebook

Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern

Freitag, 23. Januar 2015

Neuer Wettbewerb online: Traum und Realität



Neuer myComics-Wettbewerb online!

Im neuen Wettbewerb geht es um Traum und Realität: von Alltag bis Ausnahmezustand, von Comicszene bis zu Kapitalismus und von Satire bis Thriller. Weder Humor noch Tiefgang kommen dabei zu kurz.

Keine leichte Wahl, dafür viele gute Stories: insgesamt 9 Beiträge stehen zur Wahl! Der erste Platz ist mit 300 Euro in bar dotiert, Platz 2 und 3 mit Comic-Gutscheinen.

Der Wettbewerb läuft vom 23. Januar bis zum 12. Februar. In diesem Zeitraum kann jeder registrierte User alle 24 Stunden seine Stimmen abgeben und so seinen Favoriten zum Sieg verhelfen. Gewinner des Wettbewerbs wird der Teilnehmer, der am Ende die meisten Stimmen erhält.

Jetzt gleich reinlesen und voten:
myComics-Wettbewerb Traum und Realität

Dienstag, 21. Oktober 2014

Interview mit Jo Lott zu "Herzschmerz"


"Was tut man, wenn eine (nicht ganz) einjährige Beziehung in die Brüche geht?"

Im aktuellen myComics Wettbewerb ging es um außergewöhnliche Helden, um Geister, und um die Brüchigkeit der Realität. Mit seinem autobiografischen Comic "Herzschmerz", der von einer Trennung erzählt, hat Jo Lott bei vielen einen Nerv getroffen und gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs. 

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Jo Lott zu "Herzschmerz", seiner eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Wie ist der Comic "Herzschmerz" entstanden? Ist die Story eher autobiografisch, oder eher eine Reflektion über Beziehungen und deren Ende?

Die Story ist tatsächlich autobiografisch. Die geschilderte Situation (=Trennung) hat sich vor etwa einem Jahr ergeben und musste irgendwie verarbeitet werden, wieso also nicht in Comicform? :)
Ich habe den fertigen Comic einigen Verlagen angeboten, die Ihn allerdings ZU persönlich oder speziell fanden. Da ich es schade gefunden hätte, wenn die Geschichte gar niemand zu lesen bekommt (da ja doch einige Arbeit darin steckt) habe ich beschlossen, den Comic einfach auf myComics der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Folge 43 des "Wasserrutschen-Cartoons"

Woran arbeitest du gerade?

Da ich als selbstständiger Illustrator tätig bin, arbeite ich meist an mehreren Projekten gleichzeitig. Das größte und auf jeden Fall eines der Spannendsten ist derzeit das „Deponia“-Pen&Paper Rollenspiel. Deponia ist ein PC-Spiel der Hamburger Firma „Daedalic Entertainment“, bei denen ich schon an einigen Spielen als Grafiker mitgewirkt habe. Das Regelbuch zum besagten Rollenspiel wird zahlreiche Illustrationen von Charakteren und Landschaften aus meiner Feder enthalten. Nebenbei arbeite ich wie immer an privaten kleineren Comic-Projekten sowie an meinen (mehr oder weniger) regelmäßig erscheinenden Cartoons über eine post-apokalyptische Wasserrutschen-Gesellschaft :) (zu finden auf meiner Website oder meiner Facebook-Seite)

Ein Charakter aus dem Rollenspiel "Deponia-P&P"

Wann hast du mit dem Comiczeichnen angefangen, und wie kamst du dazu?

Die Antwort klingt immer doof, aber: ich habe schon so lange ich denken kann Comics gelesen (oder in den ersten Jahren nur angeguckt/mir vorlesen lassen) und auch früh angefangen selbst gezeichnete Geschichten zu verfassen. Ich erinnere mich an einen aus heutiger Sicht reichlich peinlichen Disney-inspirierten Militärcomic, den ich mit 4 gezeichnet habe und den meine Kindergärtnerin für mich mit Text bestücken musste. Zu Hause habe ich die Asterix- und Lucky Luke Bände meines Vaters verschlungen und jede Menge „Micky Maus“-Hefte konsumiert (am liebsten mit Carl Barks und Don Rosa Stories).

Der Arbeitsplatz von Johannes

Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war:

Ich meine mir einzubilden, dass mein erster selbstgekaufter Comic ein „Lustiges Taschenbuch“ war (No 50 oder so), dass ich mit 8/9 im Familienurlaub in Bayern gekauft habe und dass nach dem ersten Urlaubstag natürlich bereits ausgelesen war. Ansonsten habe ich Comics eigentlich meist geschenkt bekommen (zum Geburtstag, Weihnachten, etc).

Wenn du dich für eine Woche in eine Comicfigur verwandeln könntest, wer würdest du dann sein?

Da würde sich vermutlich ein Superheld anbieten. Wegen der tollen Fähigkeiten. Leider ist das überhaupt nicht mein Fachgebiet, ich kann dazu also keine qualifizierte Aussage abgeben. Aber ich denke mal mit Superman kann man wenig falsch machen, weil der ja irgendwie alles kann (was ihn als Character für mich extrem uninteressant macht).

Ausschnitt seines neuesten Comics, entstanden am 24h-Comictag

Was sind Deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Ich mag alles von „Hillerkiller“ und „Piers Goffart“. Die haben beide einen sehr schön lockeren und sehr selbstständigen Zeichenstil und kruden Humor. Eine gute Kombination. :)

Vielen Dank für das Interview!

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Weitere Links + Interviews:

Jo Lott bei myComics:
Untitled, Balkon, Reste

Jo Lott im Web:
Website + Facebook

Weitere Interviews mit myComics-Wettbewerb Gewinnern