Mittwoch, 31. März 2021

GINCO Comic Award 2021


Die Einreichungsphase für den GINCO-Award 2021 läuft!

In 2019 wurde der GINCO-Award zum ersten Mal vergeben. GINCO steht dabei für "German Inclusive / Independent Comic". Der Award soll der Anerkennung und Auszeichnung von Comicschaffenden dienen, die über Self-Publishing, in Kleinverlagen und auf Plattformen für "Creator-Owned" Content und auf ähnlichen Wegen ihre Werke veröffentlichen.

Jetzt läuft die Einreichungsphase für Werke von 2020: vom 1.3. bis 1.5. kann man teilnehmen! 

Wie bereits im Vorjahr ist der Preis mit einer Summe von insgesamt 1.500€ dotiert, die in 3 bis 5 vom Preiskomitee festgesetzten Kategorien vergeben werden.

Die wichtigsten Teilnahmebedingungen:
  • Digitale Einreichung 
  • Indie-Künstler*innen V
  • Veröffentlichung zwischen 1.1.2020 und 31.12.2020 (bei Webcomics betreffender Abschnitt in dem Zeitraum) 
  • Visuelle Erzählung (Comic, Bilderbuch, animierter Comic, Zine, etc.)
Weitere Infos gibt es auf der Webseite: www.ginco-award.de
"Der GINCO-Award lädt alle Spielarten und Formate von Comic ein, sich zu bewerben. Damit ergänzt und vervollständigt er bestehende Auszeichnungen und Strukturen im Comicbereich um eine gemeinsame Bühne, auf der zum Beispiel keine Trennung zwischen digital und analog, Comic und Manga besteht."
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Ergänzend ein Link: der Bericht über die Award-Verleihung des ersten Ginco Awards in 2019: Ginco Award: Die Gewinner! + Podcast-Interviews + SWR-Beitrag

Dienstag, 30. März 2021

Comicforschungspreis 2021 ausgeschrieben



Eine nachhaltige Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit zu fördern - das ist das Ziel des Martin Schüwer-Preis, der zum zweiten Mal von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) ausgeschrieben. 

Für den Gewinner bzw. die Gewinnerin ist ein Preisgeld von 1.000 Euro ausgelobt. Zudem umfasst der Preis einen Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung, und die Nominierung als Mitglied der Jury des folgenden Jahres. 

Der Preis ist benannt nach dem viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Comicforschung. Im Jahr 2019 ging der Martin Schüwer-Publikationspreis an Dorothee Marx (née Schneider) für ihren Beitrag “The ‘Affected Scholar’. Reading Raina Telgemeier’s Ghosts as a Disability Scholar and Cystic Fibrosis-Patient”.  

Einsendeschluss ist der 31.03.2021.

Weitere Infos gibt es auf der ComFor-Webseite: Comicforschungspreis 2021 
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Noch ein Tipp und Link aus dem Bereiche Medienwissenschaften, allerdings nicht speziell für Comics: die AG Gender/Queer Studies der Gesellschaft für Medienwissenschaft prämiert auch dieses Jahr wieder medienwissenschaftliche Gender-Forschung, insbesonders. auf frühen Karrierestufen. Deadline: 31.7.21, Webseite: GenderQueerMedien.org 

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Montag, 29. März 2021

Metal-Musik trifft Superhelden: das neue DC-Mega-Highlight "Batman: Death Metal" - mit Leseprobe!

Das von den Fans sehnlich erwartete, neue DC-Mega-Highlight "Batman: Death Metal" ist gestartet!

Für die weltweite Veröffentlichung des Events ist der amerikanische Comic-Verlag DC Comics eine Kooperation mit sieben international bekannten Metal-Bands eingegangen. Zu jeder der sieben Ausgaben der Miniserie "Batman: Death Metal" wird es jeweils ein Spezial-Cover geben, das eine international bekannte Metal-Band in den Fokus rückt. 

Neben diesen Covern, die die Bands mit den Figuren aus dem DC-Universum präsentieren, gibt es in den Ausgaben Editorials zu den und ein exklusive Interviews mit den Bands. Die Band-Edition soll am Ende einen Querschnitt der Metal-Music verschiedener Genres und Generationen repräsentieren. 

Leseprobe Batman: Death Metal

Zum Auftakt der Reihe wird bei Dark Nights: Death Metal 1 die US-Metal-Kult-Band: Megadeth, gezeichnet von Cover-Künstler Juanjo Guarnido, das Cover zieren. Der Band ist jetzt erhältlich, bei myComics ist eine Leseprobe online: Batman: Death Metal 

Weiter geht es Ende April mit den schwedischen Doom-Metallern von "Ghost", die für Ausgabe 2 von Werther Dell ‚Edera in Szene gesetzt werden.

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Samstag, 20. März 2021

Fumetto-Festival läuft vom 20.-28.3. mit digitalem Programm + Schaufenster


Das Fumetto Festival in Luzern findet in diesem Jahr in hybrider Form statt: es gibt ein digitales Programm für die Festivaltage. Parallel dazu kann das Festival auch physisch besichtigt werden, und zwar in über 40 Schaufenstern in der ganzen Stadt Luzern. 

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Digitales Programm 

Alle Programmpunkte sind auf der Fumetto Webseite gelistet - und sie finden auch direkt auf der Webseite statt. So ist die Eröffnung digital auf unserer Webseite, ebenso die Podien, die Ausstellung von Maurane Mazars und das Symposium, um nur einige Beispiele zu nennen. 

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Satelliten Veranstaltungen in der ganzen Stadt Luzern 

Täglich, 10. – 28. März

Begleitet wird das Fumetto Festival von seinen Satellitenausstellungen. Auch diese stehen im Zeichen von Swissness und präsentieren in der ganzen Stadt die Werke einheimischer Künstler*innen. Von experimentellen Graphic Novels, Postkarten aus New York über lebensgrosse Kartonfiguren bieten die verschiedenen Satelliten einen vertieften Blick auf die Spannweite der Neunten Kunst in der Schweiz. Über 35 Lokalitäten, Geschäfte, Restaurants und Bars öffnen in Luzern ihre Türen und bieten einzigartige Ausstellungen und Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Medium des Comics. 

Mehr zu den Satelliten-Veranstaltungen

Mittwoch, 17. März 2021

nextcomic-Festival 2021 "next Family" mit Symposium + Comicwettbewerb für Schulen


nextcomic-Festival 2021 in Linz aktuell vom 30. April bis 8. Mai

Für den neuen Festivalzeitraum sind Ausstellungen als auch Online-Programmpunkte geplant. In der Hoffnung, dass sich die Situation entspannt und Ausstellungsbesuche mit den coronabedingten Sicherheitsvorkehrungen möglich sind wurde das Festival auf Anfang Mai verschoben. Einige Programmpunkte werden in den digitalen Raum ausweichen, ergänzend dazu gibt es ein Festivalzentrum und reale Orte sowie Ausstellungsflächen. 

Das Thema des Festivals ist: "next family".

Weitere Infos: nextcomic Festival 

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Comic-Symposium: 19. + 20. März 

Im Vorfeld findet am 19. und 20. März ein Comicwissenschaftliches Online-Symposium statt, organisiert vom Institut für Kunst & Bildung. Auch das Symposium dreht sich um das Thema Familien, Ziel sind kritische Reflexionen über die Darstellung von sozialen Microstrukturen im Medium Comic. Die Panels umfassen die Themen: 

  • Künstlerfamilien - Familienkünstler
  • Superheroes - Superfamilies
  • Queering Family 

Das Symposium ist kostenfrei und wird organisiert von Barbara M. Eggert von der Kunstuniversität Linz, sowie von Kalina Kupczynska und Véronique Sina con der AG Comicforschung featuring OeGec Weitere Infos und Anmeldung zum Symposium: Online-Symposium

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Comicwettbewerb für Schulen 

In 2021 widmet sich die Oberösterreichische Landesausstellung den Themen ARBEIT, WOHLSTAND und MACHT: "Was das für unser Zusammenleben heute und in Zukunft bedeutet – darüber soll vor, in und nach der Ausstellung diskutiert werden!" Der Kunstverein und das nextcomic Festival haben sich dazu spannende Fragen in drei Alterskategorien ausgedacht und freuen sich auf Ideen in Form von lustigen oder fantasievollen Comics.
Einsendeschluss ist der 1. Mai 2021, weitere Infos: landesausstellung.at

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Dienstag, 16. März 2021

Comicfestival/Museum München

 

Aufgrund der Corona-Lage ist in diesem Jahr eine Verlagsmesse leider nicht möglich. Doch vom 3. bis 6. Juni 2021 plant das Festivalteam unter Berücksichtigung aller geltenden Hygiene- und Schutzregeln aus der Alten Kongresshalle in München ein Comic-Museum zu machen.

Gezeigt werden zahlreiche Ausstellungen, zum Beispiel über und mit: 
  • dem Münchener Donald-Duck-Zeichner Jan Gulbransson 
  • Chris Kloibers bayerischen Superhelden Tracht Man 
  • den Comic-Biografien von Willi Blöß 
  • der Hamburger Illustratorin und Comiczeichnerin Kristina Gehrmann (Graphic-Novel-Trilogie „ImEisland“
  • Sabrina Schmatz "Sabu", die bei myComics ihre ersten Seiten von "München 1945" veröffentlicht hat, das später beim Verlag Schwarzer Turm erschien. 
  • Ein großes Thema ist auch die in diesem Jahr aufgelöste Atelier-Gemeinschaft "Die Artillerie". Zu den Mitgliedern gehörte neben Uli Oesterle (Vatermilch) auch das Gung-Ho-Team Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant. Letzterer wird auch das Plakat zum Festival gestalten.

Weitere Infos zum Festival finden sich online: comicfestival-muenchen.de 

(Plakatentwurf von Thomas Kummant)

Montag, 15. März 2021

Comics Exchange: "Comics und Migration"

Für den vierten Comic Exchange am 09. April sind interessierte Comiforscher_innen, Kunstschaffende, Lehrende, Studierende und Journalist_innen eingeladen, die sich aktiv beteiligen und einen Comic zum Schwerpunkt „Comics und Migration” vorstellen möchten.

Grundlage der kurzen, ca. 5-minütigen, informellen Präsentation sollen spannende, ‘kleine’ Comics sein – von One-Panel-Comics, Comicstrips bis zu ‚kleinen’ Druckerzeugnissen und anderen interessanten, kleinen oder kurzen Formaten. Die Auswahl darf durchaus persönlich motiviert sein. 

Wer gerne mitmachen und einen Comic vorstellen möchte, schickt bitte bis zum 21.3.2021 bzw. 23.3. (verlängerte Deadline) eine kurze Mail (inkl. Comic-Vorschlag) Infos und Kontakte gibt es hier online: "Comic Exchange".

Beim Comics‐Exchange handelt es sich um ein digitales Diskussionsforum, das die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Kooperation mit dem Berliner Comic‐Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Comicforschung und ‐ Vermittlung (OeGeC) veranstaltet. Comics‐Exchange ist eine niedrigschwellige Plattform, die Comic‐interessierten Wissenschaftler_innen, Künstler_innen, Journalist_innen, Lehrenden, etc. einen (digitalen) Raum zum informellen Austausch und zur Vernetzung bieten soll..
 

Mittwoch, 10. März 2021

Comicinterview mit Nikola Ray zu "Hermalgie"


"Action, Freundschaft, Liebe, Nostalgie — ich präsentiere euch eine magische Welt voller Fantasie." 

- darum geht es für Nikola Ray in seiner Comicserie "Hermalgie", in die auch die Erinnerungen an seine eigene Grundschulzeit eingewoben sind. Jetzt ging das neue Kapitel von Hermalgie online, mit dem Titel: "Kind des Waldes". Wir haben Nikola dazu interviewt:

Deine Reihe „Hermalgie“ geht jetzt ins dritte Kapitel. Sie ist gleichzeitig magisch, aber doch auch nah an den Gefühlen der Schulzeit, die sicher viele so kennen.  Wie entstand die Idee für Hermalgie, und wie haben sich die drei Kapitel entwickelt?

Die Idee/Vision zu Hermalgie hatte ich über Jahre im Kopf, nur wusste ich nie, wie ich es umsetzen soll. Die Inspirationen dafür kamen von Videospielen, Animes und vor allem meiner eigenen Kindheit. Meine Grundschulzeit war für mich persönlich die beste Zeit meines Lebens und in diesem Comic will ich die märchenhaften Gefühle, die fantasievollen kindlichen Gedanken und auch die Nostalgie, die ich heutzutage darüber habe einfangen. Ich habe versucht Filme zu drehen, doch damit konnte ich nie meine wirklichen Visionen umsetzen, sodass ich immer unzufrieden war. Ich habe vieles ausprobiert und als ich meine alte Leidenschaft, das Zeichnen für mich wiederentdeckt habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass das Medium Comic perfekt für das übermitteln von meinen Gefühlen und für die Vision an sich ist.

 


Der Titel „Hermalgie“ ist eine Kombination aus dem Namen meiner alten Schule „Hermann Löns Schule“ und dem Wort „Nostalgie“. Einer der beiden Protagonisten namens Nikola soll mich selbst und meine Erlebnisse darstellen, also basieren manche Handlungen auf wahren Begebenheiten – nur halt in einer fantastischen Traumwelt.

Die Ideen für die einzelnen Kapitel habe ich alle im Kopf und weiß schon ganz genau wie alles verlaufen und enden wird. Deshalb mache ich mir viele Notizen und scribble mir Storyboards, um die Menge an Ideen nicht zu vergessen. Ich sage immer, dass Hermalgie mein Lebenswerk sein wird, deshalb tue ich alles und arbeite hart, um jeden Tag mindestens eine Seite zu zeichnen. Dafür ich pushe mich immer wieder ans Limit. Der Comic wird voraussichtlich 10-15 Kapitel und über 100 Seiten haben. Also freut euch drauf! 😊


Inwieweit hat Corona und der Lockdown deine Arbeit an deinen Comicprojekten beeinflusst – was hat sich in dem Bereich verändert?

Es hat sich durch Corona überhaupt nichts verändert. 😊

Von dir ist noch ein anderer spannender Beitrag online „Crow X“, der in einer Welt mit sprechenden Schafen startet und insgesamt über 100 Seiten lang ist. Was hat es mit der Story auf sich - und wie kam es zur der Länge, und zu den Schafen?

Als ich in der Realschule war, haben meine Freunde und ich lustige Charaktere wie zum Beispiel „Dörm“ – das sprechende Schaf oder Crow und Ed erfunden. Ich habe daraus Comics gemacht und sie in der Klasse rumgezeigt, und mich mich immer sehr gefreut, als ich positives Feedback oder Leute zum Lachen gebracht habe. 

 


Wie ich bereits in der ersten Antwort erwähnt habe, dass ich das Zeichnen für mich wiederentdeckt habe, war es durch mein Projekt „Crow X“. Ich habe mir vorgenommen, mal einen richtig professionellen Comic zu erschaffen mit einer Seitenanzahl, die ich noch nie zuvor erreicht habe. Als ich den ersten Teil innerhalb von einem Jahr fertig gestellt habe, wusste ich, dass es das perfekte Hobby für mich ist. Ich dachte, dass Crow X mein Lebenswerk sein wird, jedoch hatte ich immer wieder dieses Gefühl, dass irgendetwas fehlt…

Als ich dann nochmal in mich gegangen bin und überlegt habe, was ich wirklich will bin ich 1 Jahr später auf die Idee von Hermalgie gekommen. Die Vision war immer da, schon vor Crow X, nur habe ich sie nie gefunden… bis jetzt. Und da ich jetzt weiß, was ich will – kann ich endlich 100% geben!



Wo kann man mehr von dir finden?

Man kann mich auf Instagram finden! Dort poste ich viele Bilder und Stories rund um Hermalgie: Instagram.com/Hermalgie

Außerdem bin ich auf Deviantart, und es gibt auch einen Youtube-Kanal von mir, wo hoffentlich bald wieder neue Videos erscheinen werden.


Danke für das Interview, und viele Grüße an Dörm und Crow!
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Mittwoch, 3. März 2021

Joe Hills urbaner Grusel in Comicform: von Locke+Key zu Hill House, mit Leseproben



Joe Hill ist nicht nur der Sohn von Autoren-Legende Stephen King, er ist auch selbst ein begnadeter Schriftsteller und außerdem der Meister des Horror-Comics. Nach seinem hoch gelobten Werk "Locke & Key" wird nun unter dem DC-Sub-Label Hill House Comics eine Reihe von Graphic Novels aufgelegt, die die volle erzählerische Wucht des Horror-Genres zu Papier bringen.

Joseph Hillström King, so der bürgerliche Name von Joe Hill – dessen Pseudonym, mit dem er als Autor außerhalb des großen Schattens seines Vaters wachsen wollte, über Jahre als das schlechtest gehütete Geheimnis der Branche galt – war schon immer ein großer Freund der 9. Kunst. Noch bevor er durch seine Romane bekannt wurde, hatte er sich als Comic-Autor einen Namen gemacht und mit der „haunted house“-Geschichte Locke & Key bereits im Jahr 2008 einen absolute Beststeller veröffentlicht. 


Locke & Key Leseproben

Die Story gilt inzwischen als moderner Genre-Klassiker und erreichte jüngst durch die Verfilmung als Streaming-Serie – auch wenn die nicht an die Qualität der Vorlage heranreicht –, noch einmal zusätzliche Bekanntheit. Für Sammler liegt die Serie übrigens auch komplett als edle Sammler-Edition vor.

Bei myComics sind Leseproben der ersten Bände online:



Urbaner Grusel

Joe Hill bewegt sich in seinen Geschichten oft im Erzähluniversum von Stephen King. Immer wieder findet man Orte, Personen oder Querverweise zu Geschehnissen aus King-Romanen. Und inzwischen nimmt auch Stephen King Elemente aus Hill-Storys bei sich auf, um seine Welt zu erweitern. Allerdings pflegt Joe Hill einen urbanen Grusel mit stärkerer Fantasy-Note als sein Vater. Er liebt es, Außenseiter als Helden in den Mittelpunkt zu rücken, bewegt sich gerne auch mal im Coming-Of-Age-Bereich und dreht mit Vorliebe die klassische Horror-Rollenverteilung um. So auch in seinem aktuell von den Kritikern gefeierten Band "Ein Korb voller Köpfe": In einer abgelegenen US-Kleinstadt treiben ein paar Killer ihr Unwesen. Auch June gerät in das Visier der mörderischen Bande. Allerdings wird die junge Frau dank einer verfluchten Wikinger-Axt alsbald von der Gejagten zur Jägerin, wenngleich wider Willen. 
Die Leseprobe dazu gibt es hier:  Joe Hill: "Ein Korb voller Köpfe"

Die großartig erzählte und hervorragend illustrierte Geschichte ist gerade auch der Liebling der kontinuierlich wachsenden Joe-Hill-Fangemeinde und der Auftaktband der Hill House Comics-Reihe, die der US-Verlag DC als Sub-Label bei sich installiert hat. Darin laufen neben Comics, die Joe Hill selbst geschrieben hat auch Geschichten, zu denen er den Plot beigesteuert hat, die Ausführung jedoch anderen überließ sowie Werke von Autoren, die Horror mit hill’schem Anspruch schreiben und die von ihm gefördert werden. 



Das Puppenhaus + Im tiefen Wald

Nach "Ein Korb voller Köpfe" sind in der Hill House Comics-Reihe inzwischen "Das Puppenhaus" und "Im tiefen, tiefen Wald" erschienen. In "Das Puppenhaus" – geschaffen vom Team des Comic-Meilensteins "The Unwritten": Peter Gross (Zeichner) und M. R. Carey (Autor) – flüchtet sich ein Mädchen vor der Gewalt ihres Elternhauses mit Hilfe ihrer Fantasie in die Geborgenheit ihres Puppenhauses. Eines Tages wird aus der gedanklichen Flucht aber Realität und sie muss feststellen, dass auch im Puppenhaus keine heile Welt herrscht... einen Blick in die Story gibt es hier: Das Puppenhaus.

Ein Mystery-Abenteuer im Stranger Things-Stil wiederum ist "Im tiefen, tiefen Wald". Die Mädchen Octavia und Eldora sind beste Freundinnen, seit sie einem Monster begegneten und es gemeinsam zur Strecke gebracht haben. Doch plötzlich kreuzen weitere bizarre und äußerst bösartige Kreaturen ihren Weg, und die beiden entdeckten nach und nach das finstere Geheimnis ihrer Heimatstadt. 

Allesamt sind die Hill House Comics großartige Horror-, Grusel- und Fantasy-Graphic Novels, die Genre-Fans absolut zufriedenstellen werden. Weitere Veröffentlichungen unter dem Label sind in Vorbereitung.

Dienstag, 2. März 2021

Comicbuchpreis Ausschreibung 2022 läuft


Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung

Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung wird jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen literarischen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert, und damit einer der höchstdotierten Comicpreise Deutschlands.

Neben dem Preisträger würdigt die Jury außerdem gute Bewerbungsarbeiten als Finalisten. Die so ausgewählten Künstler erhalten jeweils 2000 Euro, eine Urkunde und eine kleine Skulptur. 
 
Infos zur nächsten Ausschreibung
Die Ausschreibung für den Comicbuchpreis begann wie jedes Jahr im Januar
Sie endet am 1. Juli. Weitere Infos gibt es online: Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung.


Bisherige Preisträger
  • Der Preisträger 2020 ist Max Baitinger für sein Werk "Sibylla“. Baitinger war bereits 2016 mit „Röhner“ Finalist beim Comicbuchpreis. Die Jurybeurteilung: "Gewitzt und gekonnt beginnt er ein Erzählgerüst aus verschiedenen Ebenen zu konstruieren, das von bemerkenswerter grafischer Stärke zeugt.
  • Die Preisträgerin 2019 ist Anke Kuhl, die freiberuflich als Illustratorin und Autorin für verschiedene Verlage arbeitet und mit ihrer Familie in Frankfurt am Main lebt. Kuhl gründete 1999 mit Philip Waechter und Moni Port die Frankfurter Ateliergemeinschaft Labor. 
  • Die Preisträger 2018 sind der Autor Thomas Pletzinger und der Zeichner Tim Dinter für ihr Werk "BLÅVAND". 
  • Die Preisträgerin 2017 ist Tina Brenneisen, die Psychologie und Philosophie an der TU Dresden und der FU Berlin studiert hat. Sie arbeitet unter dem Pseudonym PoinT als Comiczeichnerin und Karikaturistin in Berlin und ist Gründerin der Parallelallee, einem kleinen, unabhängigen Verlag für Comics und illustrierte Literatur.
  • Der Preisträger 2016 ist Uli Oesterle, der seine Bewerbungsarbeit "Vatermilch" als fiktive Biografie über die dreißigjährigen Abwesenheit seines Vaters und als eine Geschichte über Wiedergutmachung verfasste. Oesterle ist es ein Anliegen, das schwere Thema in seinem grafischen Roman unterhaltsam und nicht ohne Humor zu erzählen.
  • Die Preisträgerin 2015 ist Birgit Wehye, die in Ihrer Arbeit "Madgermanes" die übliche Perspektive eines deutschen Blicks auf die Welt umdreht und von den Erfahrungen mosambikanischer Vertragsarbeiter in der DDR der achtziger Jahr erzählt.