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Donnerstag, 20. Juni 2013

Jamcomic für U-Comix! Start: 25.6.

Seit einiger Zeit gibt der bekannte Undergroundzeichner Thomas Wittek Comiczeichenunterricht in Hamburg.




Zum nächsten Termin beginnt Wittek in seinem COMICZEICHENKURS einen Jamcomic für U - COMIX. Voraussichtlich 4 Seiten in schwarz / weiss, Thema ist SEX & DRUGS ...

Allerdings - im Jam unüblich - planen Witteks Schüler vor dem Zeichnen durch: Gemeinsame Ideensammlung und - entwicklung, Storyboard, grobe Skizzen und Vorzeichnung, Aufgabenverteilung bei Reinzeichnung der Panels.

Beginn ist der kommende Dienstag, 25. 6. 2013 von 19 bis 22 Uhr im Fraplab, Frappant, Bodenstedtstr. 16 im Erdgeschoß - im Hinterhof die Tür rechts, Klingel: Fraplab.

Bisher sind dabei: Marco Felici, Olaf Hänsel, Daniel Kasai und Wittek.

Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen, ein späterer Einstieg am Dienstag, den 9. Juli ist auch möglich. Kosten pro Abend: 15 Euro für 3 Stunden Comiczeichnen! Zeichenmaterial Din A4 und Din A3 Papier und Bleistifte bitte mitbringen!

Kontakt: wittek0815 AT web.de

Zeichnung: © Wittek, Schweinebackes, Februar 2007.

Freitag, 5. August 2011

Comicademy Scribble Club im August 2011: Schöne neue Comic-Welt - Webcomics

Comics haben das Internet schon längst erobert. Nicht nur, dass Zeichner sich in Communities zusammen finden, um zu plaudern. Sie präsentieren sich und ihre Arbeiten - ob Einzelbilder oder ganze Comics.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe Zeichner, die in Form von Blogs oder auf ihren Homepages Strips und Geschichten in regelmäßiger Folge veröffentlichen. Für manchen war dies ein Schritt hin zum kommerziellen Erfolg, der Print-Veröffentlichungen und weitere Aufträge nach sich zog.

Die Bedeutung von Webcomics lässt sich sicher auch daran ablesen, dass es inzwischen renommierte Preise wie beispielsweise den Sondermann Preis gibt, die in dieser Kategorie verliehen werden.

Wir finden, dies ist Grund genug, uns im Comicademy Scribble Club im August einen Monat lang mit dem Thema Webcomic zu beschäftigen. Natürlich soll das Zeichnen und Entwerfen einer eigenen Idee im Vordergrund stehen. Comicademy Trainerin Daniela Winkler wird Euch dabei begleiten und einzelne Arbeitsschritte vorstellen. Unterstützt wird sie in der zweiten Live-Videosession dabei vom Chef des Comicforums und der Splashpages Bernd Glasstetter, der die technische Seite von Webcomics beleuchten wird.

07. August 2011 - Schöne neue Comic-Welt - Webcomics I: Alles ganz anders?

Zur Einstimmung auf das Thema Webcomic wollen wir zunächst gemeinsam herausarbeiten, welche besonderen Anforderungen digitale Comic-Veröffentlichungen an Euch stellen. Über die Vorstellung von Formaten hinaus soll es aber auch bereits um Ideen für Euren eigenen Webcomic gehen. Dabei steht Euch Comicademy Trainer Daniela Winkler mit Rat und Tat zur Seite.

14. August 2011 - Schöne neue Comic-Welt - Webcomics II: Digitale Veröffentlichung

Bevor es in der zweiten Live-Videosession an die Umsetzung Eurer Ideen geht, wird Bernd Glasstetter als Ko-Trainer Einiges zu den technischen Rahmenbedingungen berichten. Welche Comic-Formate sind technisch möglich? Wie viel Programmierung ist notwendig? Welche Plattformen für Webcomics gibt es bereits?

21. August 2011 - Schöne neue Comic-Welt - Webcomics III: Dein Comic-Strip 1

In der dritten Live-Videosession wollen wir das Scribbling abschliessen. Daniela Winkler wird mit Euch die nächsten Schritte wie die Reinzeichnung, Outlines, Schraffuren, Raster etc. besprechen. Langsam nehmen die ersten Panel und Seiten Eures Webcomics Gestalt an.

28. August 2011 - Schöne neue Comic-Welt - Webcomics IV: Dein Comic-Strip 2

Nun wird es Zeit, sich den Sprechblasen und der Kolorierung Eures Webcomics zu widmen. Schritt für Schritt zeigt Euch Daniela Winkler worauf man achten sollte, so dass Ihr mit der letzten Übungsaufgabe Euren kleinen Webcomic fertigstellen könnt.

Mehr Infos zum Comicademy Scribble Club und zur Comicademy gibt es auf unserer Homepage oder auf unserem Facebook-Profil.

Zur ersten Live-Videosession laden wir wieder herzlich zum Schnuppern ein. Den Link dazu gibt´s am Sonntag, dem 07.08.2011, bevor die Live-Videosession um 19 Uhr startet auf unserem Facebook-Profil.

Wir würden uns freuen, Euch zu sehen.

LINK: http://www.comicademy.com/August-2011.261.0.html
LINK: http://www.facebook.com/pages/Comicademy/108652725825512

Freitag, 29. Juli 2011

Online-Comiczeichenkurs von Aicomic

Im Comic-Blog Aicomic.com läuft seit einiger Zeit ein umfangreicher Online-Comiczeichenkurs.

Jede Woche werden Begriffe, Stile und Schritte erklärt, Tipps und Tricks beim Comics zeichnen aufgezeigt und Vorgehensweisen von der Figurenentwicklung bis zur fertigen Comicseite erläutert.

Alle Punkte werden dabei illustriert, damit die Erklärungen gut nachzuvollziehen sind. Es sind bereits 22 Lektionen online!

Die Themen des Zeichenkurses:
  • Was brauche ich zum Zeichnen? – Material, Utensilien, Programme
  • Wie entwickle ich eine Figur? – Charakterdesign, Namensgebung, Eigenschaften, Besonderheiten
  • Anatomie: Wie zeichne ich Gesichter und Körper richtig?
  • Perspektive: Körper und Gegenstände im Raum
  • Körper in Aktion, Faltenwurf, Licht und Schatten
  • Tusche/Inken: Definition der Figuren und Bildtiefe
  • Farbgebung/Colorieren: klassisch und am Computer
  • Schreiben: Wie schreibe ich ein Comicscript, wie einen Dialog?
  • Storytelling: Erzählstrukturen und Regeln, Lesefluss und Lesbarkeit
  • Comictheorie: Wie erzählt ein Comic, Handlungsebenen, Zeit und Wahrnehmung?
  • Text/Textsatz: Sprechblasen bauen, Schriftwahl, Layout und Satz
  • Arbeiten am Computer: Welche Abschnitte beim Comics zeichnen macht man per Hand und welche am Rechner?
Alle Lektionen im Überblick: Aicomic: Comiczeichenkurs

Montag, 20. Juni 2011

"How to Draw"-Zeichenkurs jetzt in einem Band

"How to Draw" ist der ultimative Zeichenkurs aus dem US-Comicmagazin WIZARD. Seit November läuft er in Fortsetzung auf myComics.de, mit wöchentlich neuen Kapiteln: How to Draw-Zeichenkurs.

Jetzt sind die Teile als gedruckte Version in einem hochwertigen Band erhältlich, der 120 Seiten umfasst.

Stars wie Michael Turner, Joe Linsner, Jim Balent und viele andere lassen sich ein bisschen in die Karten schauen und geben Schritt für Schritt Anweisungen, wie man nicht nur Superhelden richtig in Szene setzt - von der Vorzeichnung bis zum richtigen Einsatz von Licht, Dimension und Dynamik.

Hier finden sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene Tipps und Tricks für rundum bessere Comic-Zeichnungen.

Die ultimative Anleitung für angehende Comiczeichner! Ab 21.6. im Handel.

Alle Infos zur gedruckten Ausgabe: How to Draw / So zeichnet man Comics

Sonntag, 12. Juni 2011

Hinter Gittern!

Wie bitte, hinter Gittern? Nein, dieser Post kommt nicht aus der JVA.
Es hört sich einfach besser an, als "Über Gittern!"
Denn darum geht es, um das Zeichnen auf Gittern, das ich euch näher bringen möchte.
Es gibt so einige Gitter, auf die man zeichnen und ohne den Einsatz geometrischer Werkzeuge Ergebnisse erziehlen kann, die nach mehr Aufwand ausschauen, als es in Wirklichkeit ist.
Beginnen wir mit dem Einfachsten, Millimeterpapier.



Auf dieser Seite aus dem Kakerlak Taschenbuch seht ihr, dass durch das Millimeterpapier nicht nur die Panelränder und Abstände vorgegeben sind, auch die Architektur im Hintergrund nutzt die rot aufgedruckten Linien. Auch für Textkästchen eignet sich das Kästchenmuster des Papiers.



Die roten Hilfslinien kann man im Bildbearbeitungs-
programm über die Farbkanäle verschwinden lassen oder bereits beim Scannen. Einfach als Bitmap einscannen mit einem Schwellenwert, so um 88. Da ich auch mit rotem Buntstift vorzeichne (Coleraser), verschwinden so gleichtzeitig die Vorzeichnungen.


Ein Nummer schärfer ist Perspektivenpapier.
Für diese Video habe ich hellblaues Perspektivenpapier eingescannt und zeichne, weil es sich besser aufzeichnet lässt, am Computer darauf. Natürlich ist es eigentlich so gedacht, dass man mit Stiften auf das Papier zeichnet und die blauen linien beim Kopieren verschwinden.



Das verwendete, ursprünglich für Architekten gedachte Papier wird leider nicht mehr hergestellt. Sicher eine Folge des Computerbooms. Ich habe aber ein Perspektivenpapier für euch gefunden.
Sehr "Special" - beim Whitelines Papier sind die Linien in Weiß aufgedruckt.
Whitelines Perspektivenpapier

Setzen wir noch einen drauf, 3D Gitter.
Das Arbeiten mit 3D Gitter zeige ich euch an einer Tattoovorlage für einen Ellbogen. Das Kreuz zeigt an, wo der Knochen hervor lugt, diese Stelle soll frei bleiben, die Ränder zeigen wo die älteren Tattoos sitzen.







Mit den selben 3D Gittern, die ich mir im Internet zusammensuche, habe ich auch die Kanalisation im Kakerlak Taschenbuch und das SF Plakat gezeichnet.





Abraten würde ich von isometrischem Papier, da es keinen Fluchtpunkt hat. Für einen naiven Stil mag es jedoch ideal sein. Auch ist es bedeutend einfacher zu bekommen als z.B. Perspektivenpapier.
























Es gibt noch so allerhand Gittermuster auf Papier und der Phantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.
Auch in Painter, Illustrator und Photoshop kann man sich ähnliche Hilfen basteln und sogar ganz einfach online.

Ich hoffe, ihr seid inspiriert.
Bis zum nächsten Mal...

Steff Murschetz

Mehr Tipps und Tricks für Comiczeichner und Autoren findet ihr auch im Forum von Undergroundcomix.de

Donnerstag, 25. November 2010

Der ultimative Zeichenkurs für angehende Comiczeichner!

Ab sofort gibt es auf myComics einen kultigen Zeichenkurs für angehende Comiczeichner: "So Zeichnet Man Comics"

Der Kurs stammt direkt aus dem US-Comicmagazin WIZARD, die Zeichentipps kommen von Stars wie Michael Turner, Joe Linsner, Jim Balent, Brian Bolland und vielen anderen.

Teil 1 ist bereits online:
So Zeichnet Man Comics: Das Handwerkszeug

Weitere Teile folgen jeden Donnerstag auf myComics.de.

Viel Spaß beim Zeichnen!

Samstag, 17. April 2010

Licht und Schatten

Das erste Modul des Comicademy Training Programs neigt sich langsam dem Ende zu. Die Grundlagen sind inzwischen vorgestellt und gelegt, um sich bald dem Medium Comic zu zuwenden.

Immer wieder ernten wir einen zunächst erstaunten Blick, wenn wir unsere Teilzeitausbildung beschreiben und darauf hinweisen, dass am Anfang natürlich figürliches und gegenständliches Zeichnen steht - und das Erlernen von Grundregeln des realistischen Zeichnens.

Sicher ist es manchmal anstrengend, sich mit Perspektiven u.ä. abzumühen, wenn man eigentlich doch Comics zeichnen möchte. Das empfinden auch unsere Teilnehmer so.

Bei den vielen Übungen in den Live-Trainings zeigen unsere Trainer aber recht schnell, wie viel Übung und Konzentration notwendig sind, bis man auch mit schnellem Strich eine Figur, eine Szene entwerfen kann.

In jedem Fall freuen sich die Kurse in Berlin, Frankfurt, Hannover, München und Zürich darauf, sich bald mit dem Erzählen von Geschichten und dem Character Design beschäftigen zu können. Dann wird auch die Praxisarbeit in den Mittelpunkt rücken. Jeder Teilnehmer wird einen 3- bis 6-seitigen Kurz-Comic entwerfen und ausarbeiten.

Mit diesem kleinen Ausblick wenden wir uns aber wieder den Grundlagen zu. Zuletzt beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Thema Licht und Schatten.

Es ging dabei vornehmlich darum zu prüfen, inwieweit Objekte nur durch ihre Schattenform wiedererkannt werden können. Eine Übung war dabei zum Beispiel, dass die Teilnehmer vier verschiedene Gegenstände allein durch ihre Silhouette darstellten. Diese sollten als räumliche Figur erkennbar sein.

Die Teilnehmer übten damit, wie sie allein durch den Einsatz von Licht und Schatten Räumlichkeit erzeugen können. Hier ein kleines Beispiel:



Die erste Schachfigur zeigt nur eine flache Silhouette. Die zweite erzeugt nur durch das Hinzufügen einiger Highlights schon ein Gefühl von Räumlichkeit. Durch mehr Zugabe von Licht, wie bei den anderen beiden Illustrationen, kann dieser Eindruck aber schnell wieder verloren gehen.

Nach dieser Hirnakrobatik haben sich die Kursteilnehmer selbst unter verschiedenen Lichtbedingungen gezeichnet. Hierbei kam es in erster Linie darauf an, besonderes Augenmerk auf das Wechselspiel von Licht und Schatten zu legen.

Also, ran an die Stifte!

Ihr wollt mehr? Dann besucht uns unter: www.comicademy.com

Freitag, 2. April 2010

Die Perspektive und der Fluchpunkt

Natürlich heißt es Fluchtpunkt. Aber dieser freudsche Tippfehler ist mindestens gedanklich wahrscheinlich den meisten Zeichnern schon einmal unterlaufen. Was es damit auf sich hat, dazu gibt es im Verlauf dieses Eintrages noch mehr.

Zunächst stellen wir fest, dass auch dieser Jahrgang unserer Teilzeitausbildung schnell vom zeichnerischen Alltag eingeholt wurde. Eben noch trafen wir uns zum Auftakt mit der gebührenden Aufregung. Schon liegt der erste Monat hinter den Teilnehmern und uns und bereits das vierte Live-Training ist in Sicht. Halbzeit im ersten Modul, in dem die zeichnerischen Grundlagen im Mittelpunkt stehen.

Die inzwischen 38 Teilnehmer haben sich warmgelaufen. Die Trainer konnten sich in den letzten Live-Trainings einen Eindruck verschaffen, wie weit mancher Teilnehmer zeichnerisch bereits ist. Auf der anderen Seite haben unsere Trainer inzwischen ebenso Einblicke in ihre Arbeiten geben können und damit erste Blicke in das Leben freier Zeichner ermöglicht.

Uns freut, dass wir im letzten Live-Training gleich mehrere Interessierte in Hannover und Zürich begrüßen konnten, die im Rahmen eines Schnuppertages das ganze Tagesprogramm mit absolvierten. Im Schweizer Kurs, der im Weiterbildungszentrum der Universität Zürich stattfindet, machte die hausinterne Raumvergabe eine Dame auf uns aufmerksam, die die Comicademy bisher nicht kannte. Uns hat es gefreut und wir haben sie gern im Live-Training begrüßt.

Im Live-Training haben sich die Teilnehmer dieses Mal noch tiefer in den Themenbereich Perspektive vorgewagt, natürlich mit der fachkundigen und geduldigen Begleitung unserer Trainer. Es ging dabei um drei wirklich kniffelige Themen: die Frosch-, die Vogel- und die gefürchtete Dreipunktperspektive.

Diese Perspektiven gehören zur Gruppe der Extemperspektiven. Alle Perspektiven, die entweder sehr steil, hoch oder niedrig sind, fallen in diese Kategorie. Man setzt sie meist nur in sehr speziellen Momenten ein, nämlich dann wenn eine Situation besonders dramatisch wirken soll

Die Vogelperspektive eignet sich beispielsweise hervorragend zur übersichtlichen Darstellung großer Szenen, wie einer Stadtansicht. Die Froschperspektive wiederrum ist perfekt, um Häuser oder große Monster noch furchteinflößender aussehen zu lassen.

Viele sträuben sich vor der Dreipunktperspektive. Diese Form der perspektivischen Darstellung entspricht der des menschlichen Sehfeldes am ehesten. Das bedeutet, dass die Szenerie am wenigsten verzerrt ist, aber dennoch räumlich korrekt sitzt.

Die Konstruktion ist recht aufwändig. Man muss für jedes Objekt im Raum einen entsprechenden Fluchtpunkt auf der Horizontlinie festlegen. Diese Fluchtpunkte werden dann für jedes Objekt individuell neu angepasst und angeglichen (siehe Illustration).



Die Methode ist immer gleich. Man wählt eine Kante aus, die „fluchten“ soll. Alle anderen parallelen Kanten müssen sich danach in Fluchtpunktrichtung ausrichten. Das erfordert eine ruhige Hand und ein gutes Lineal.

Diese komplizierte Konstruktion sorgte bereits in vorigen Jahrgängen wie auch in vielen Workshops für lautes und gequältes Stöhnen bei den Teilnehmern. Bei allem Fluchen darüber ist spätestens an diesem Punkt, dem Fluchpunkt irgendwie, allen klar, hier wird Handwerkszeug vermittelt.

Also, ran an die Stifte!

Ihr wollt mehr? Dann besucht uns unter: www.comicademy.com

Montag, 8. März 2010

Steff Murschetz Charakterdesign Kloaken Clique

Für das Kakerlak Taschenbuch, das ich mit dem Elbe-Billy zeichne, entwerfe ich hier drei Figuren. Hugo, Harry und Hubert, die Kloaken Clique. Sie sind Kanalarbeiter, die es auf das ganz große Geld abgesehen haben.
An diesen Entwürfen kann ich mich dann bei der Arbeit am Comic orientieren.
Damit die sympathischen Loser gut zu unterscheiden sind, baue ich sie auf drei verschiedenen Grundformen auf.
Hugo, den Spieler auf ein Dreieck.
Harry, das Hirn der Crew auf einen Kreis.
Hubert, das Kraftpaket auf ein Rechteck.
Da ich die Geschichte geschrieben habe, bin ich mit den Eigenarten der Figuren vertraut.
Im Hinterkopf habe ich zudem die Schauspieler Steve Buscemi, Danny De Vito und Richard Kiel, den Beisser. Ich möchte aber weder Portraits noch Karikaturen dieser Leute darstellen, sondern lediglich den Typ einfangen.
Ich zeichne mit einem roten Col-Eraser vor, einem radierbaren Buntstift aus der Zeichentrickproduktion und inke mit einem schwarzen Gel-Kugelschreiber und einem Copic Pinselstift.
Ein Charakterdesign für ein Projekt, an dem mehrere Leute arbeiten, sollte die ganze Figur aus mehreren Blickwinkeln zeigen. Uns genügt jedoch das Gesicht von vorn.
Was die Kloaken Clique erlebt, kannst Du bald im Kakerlak Taschenbuch lesen.

Freitag, 5. März 2010

Alles eine Frage der Perspektive

In unserem ersten Blog-Beitrag stellten wir uns Euch vor und versprachen, Euch mit diesem Blog einen Blick in unsere 12-monatige Teilzeitausbildung, das Comicademy Training Program, zu geben.

In Berlin, Frankfurt a.M., Hannover, München und Zürich kommen in diesem Jahrgang 38 Zeichner zusammen, die gemeinsam ihr Wissen um das Zeichnen und Entwickeln von Comics vertiefen wollen.

In Hannover schlägt das Winterwetter zum geplanten zweiten Live-Training gleich dergestalt zu, dass der an diesem Tag zuständige Trainer krank das Bett hüten muss und wir das Live-Training daher um eine Woche verschieben müssen. Zum Glück erreichen wir alle Teilnehmer noch rechtzeitig, so dass niemand umsonst selbst auch eine Erkältung riskieren muss. In allen anderen Städten kann das Live-Training wie geplant stattfinden.

Acht Stunden Live-Training, das haben die Teilnehmer am Comicademy Training Program an ihrem ersten Trainingstag erlebt, haben es durchaus in sich. Natürlich sind auch beim zweiten Live-Training dieses Jahres die meisten Teilnehmer noch recht aufgeregt.

Die ersten Gesichter und Namen haben sich bereits eingeprägt. Fans der einen oder anderen Stilrichtung haben sich bereits gefunden und tauschen sich aus. Aber noch haftet allem der Hauch des Neuen an. Sehr schnell beginnt an diesem Tag aber der zeichnerische Alltag. In diesem Fall bedeutet das, Grundlagenfächer stehen auf dem Plan.

Die Grundregeln realistischen Zeichnens wendet mancher Teilnehmer zwar an, ohne sich aber bisher auch der zugrunde liegenden Prinzipien bewusst zu sein. Diese Prinzipien gilt es aber zu erlernen und zu beherrschen, um sie dann in verschiedensten Stilen brechen zu können.

In Berlin wurden die Teilnehmer in die „Geheimnisse der Perspektive“ eingeweiht. Das Wissen um bestimmte perspektivische Zusammenhänge war in der Berliner Gruppe bereits gut ausgeprägt. Dennoch waren noch nicht alle speziellen Tipps und Tricks bekannt.

Begriffe wie "Fluchtpunkte" oder "Horizont" kannten die Teilnehmer natürlich. Vieles wurde ja schon im Kunstunterricht in der Schule unterrichtet. Neu war dann aber doch der Trick mit den weit voneinander entfernten Fluchtpunkten.



Da die Panels im Comic sehr klein geraten können, aber trotzdem eine perspektivische Darstellung benötigt wird, lässt sich durch diesen Trick eine räumliche Darstellung erzielen, ohne dass das Bild merkwürdig verzerrt aussieht.

Klebt einfach ein Blatt Papier mit Kreppband auf den Tisch und setzt die Fluchtpunkte außerhalb des Panelrahmens und nicht innerhalb. Mit diesen weiter entfernten Punkten wird das Bild entzerrt und die Darstellung der Perspektive sieht wieder natürlich aus.

Also, ran an die Stifte!



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Samstag, 13. Februar 2010

Fünf Städte und ein Thema - 2. Teil

Und hier noch der zweite Teil des Videos mit Mangaka und Comiademy Trainering Rebecca Jeltsch:

Fünf Städte und ein Thema

„Wir begrüßen Sie recht herzlich zu Ihrem Comicademy Training Program“ - so hieß es am Samstag, dem 09. Januar 2010, in Berlin, Frankfurt/Main, Hannover, München und Zürich. Die Trainer der Comicademy begrüßten 36 Zeichner, die ein Jahr lang das Handwerkszeug von Comiczeichnern lernen wollen.

In diesem Blog wollen wir diesen Jahrgang des Comicademy Training Programs begleiten, aus den Kursen in den verschiedenen Städten berichten und natürlich auch hilfreiche Tipps zum Comiczeichnen aus unseren Trainings vorstellen.

Als Erstes sollten wir uns aber am besten selbst vorstellen.

In der Comicademy arbeiten Zeichenprofis verteilt über ganz Deutschland sowie in Österreich (Wien) und in der Schweiz (Zürich) als Teams in den verschiedenen Städten.

Worum es uns geht? Wir wollen Zeichnern und Comicfans Fähigkeiten und Fertigkeiten rund um das Medium Comic vermitteln. Dafür haben wir eine Teilzeitausbildung konzipiert, das Comicademy Training Program, und arbeiten an einer Vollzeitausbildung für Comiczeichner im deutschsprachigen Raum.

Dass es dafür genügend Talente und Interessierte gibt, zeigen uns die Bewerbungen, die uns für die verschiedenen Jahrgänge unserer Teilzeitausbildung seit 2007 erreichten. Über 100 Zeichner haben das Programm bereits absolviert. Wir meinen, dass es also definitiv Bedarf an Aus- und Weiterbildungen für Comiczeichner gibt.

Die Teilnehmer sind dabei so unterschiedlich, wie der Zugang zum Medium Comic nur sein kann in punkto bevorzugter Zeichenstile, Techniken oder Themen. Die Altersstufen reichen von 14-Jährigen bis hin zu 65-Jährigen. Dabei sind Schüler aber auch Zeichner mit einer graphischen Ausbildung und eigenem Atelier.

Diese Mischung bietet beste Voraussetzungen für Austausch, neue Blickwinkel und auch Netzwerke. Wir versuchen dies alles nach Kräften zu befördern und mit dem notwendigen Fachwissen zusammen zu bringen. Dabei ist es nicht immer einfach, ein so kreatives Handwerk in einen Lehrplan zu übersetzen, der aber letztlich eine Voraussetzung dafür ist, dass die Ausbildung auch halten kann, was die Teilnehmer von ihr erwarten.

Und die Erwartungen sind hoch und ebenso verschieden wie die Teilnehmer selbst. Einige wollen das Zeichnen von Comics zu ihrem Beruf machen, andere pflegen ihr Hobby. Die nächsten nutzen unsere Angebote als berufliche Weiterbildung und zum Ausbau ihrer Fähigkeiten.

Wir alle von der Comicademy freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern und sind gespannt auf die nächsten Live-Trainings.

Eines der ersten Themen, das die Teilnehmer erwartet, ist Material & Technik.

Material und Technik - das klingt irgendwie nach "Sachkunde" in der Schule. Ist es auch ein bisschen. In diesem Fach werden die äußeren Umstände für ein flottes und bequemes Arbeiten als Comiczeichner geschaffen. Man lernt in diesem Seminar unter anderem auch eines der kostbarsten Werkzeuge des Zeichners kennen: den eigenen Körper.

Durch einfache Übungen lässt sich erkennen, mit welchem Bereich des Körpers die meiste zeichnerische Arbeit geleistet wird. Innerhalb jeweils einer Minute müssen folgende Aufgaben rasch gelöst werden:

Schnelles, horizontales Zeichnen durchgängiger Linien übers ganze Blatt hinweg, schnelles Zeichnen gleichförmiger Ellipsen und das Erstellen schöner, geschwungener Kurven.



Viele Zeichner haben schon nach dieser kurzen Körperarbeit gemerkt, wo es am meisten anstrengt - und dennoch ist es für viele ein Aha-Erlebnis. Es gibt Menschen, die vornehmlich aus der Schulter heraus zeichnen, aus dem Ellenbogen oder aus dem Handgelenk. Sich dieser Tatsache bewusst zu sein, schafft strategische Vorteile beim Zeichnen - man weiß, welche Art von Zeichnungen man schnell erledigt und welche aufgrund der körperlichen Präferenz länger dauern.

So sind große, aus einem Schwung entstandene Freiformen für Schulterzeichner kein Problem, wohingegen kleine Schraffuren für Handgelenkszeichner einfach zu erledigen sind.

Einige Übungen zum „Aufwärmen“ haben wir in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift AnimaniA in einem Video festgehalten. Comicademy Trainerin und Mangaka Rebecca Jeltsch erklärt und führt die Übungen vor.



Den zweiten Teil des Videos findet Ihr im nächsten Posting.

Also, ran an die Stifte!

Ihr wollt mehr? Dann besucht uns unter: www.comicademy.com

Freitag, 12. Februar 2010

Speedpainting in Photoshop

In 10 Schritten zur Traumfigur!

Wenn Du ein Grafiktablett und Photoshop hast, zeichne doch mal eine Figur direkt am Computer. Dabei gehe wie folgt vor:
1. Gebe dem Hintergrund eine ockerartige Farbe z.B. mit dem Farbeimer.
2. Die Vorzeichnung mache mit einer feinen, weichen Pinselspitze in Braun. Experimentiere dabei mit unterschiedlicher Deckkraft.
3. Radiere rum, verschiebe den Kopf u.s.w. bis Du zufrieden bist.
4. Zeichne das Ganze mit dem Gauschen Weichzeichner weich.
5. Wiederhole die Zeichnerei und zeichne wieder weich. Das kannst Du so oft machen, wie Du willst. Dabei ergibt sich schon so eine Art Schattierung und das Bild wirkt langsam plastisch.
6. Mit dem Abwedler wedle Lichter, mit dem Nachbelichter Schatten. Auch das kannst Du weichzeichnen und wiederholen.
7. Koloriere das Bild mit dem Pinselwerkzeug. Stelle den Farbmodus auf Farbe, nicht auf Normal, Abdunkeln, Aufhellen u.s.w. Das Tolle am Modus Farbe ist, dass die Farbe nicht wirklich deckt. Alle Tonwerte der Schatten und Lichter bleiben erhalten. Experimentiere auch hier mit der Deckkraft. Wenn Du aber einen wirklich deckenden Auftrag brauchst, wähle einfach einen entsprechenden Modus.
8. Die Kleidung kannst Du über den Befehl Variationen oder Helligkeit/Kontrast z.B. auf schwarz und glänzend trimmen, nachdem Du den Bereich auf der Maskierebene mit dem Pinsel grob ausgewählt hast. Natürlich lassen sich so auch andere Stofflichkeiten nachahmen, z.B. Chrom oder Seide.
9. Bessere unsaubere Stellen aus.
Supergeil: Mit dem Effekt Verflüssigen, kann man Fehler in den Proportionen ausgleichen, ohne einen Strich zu zeichnen!
10. Setze mit dem Verlaufswerkzeug ein Licht hinter die Figur, nachdem Du den Bereich mit dem Zauberstab ausgewählt und auf der Maskierebene überprüft und nachgebessert hast.
Fertig ist die Traumfigur.
Für das Mädchen mit dem Maschinengewehr habe ich mir 2 Stunden genommen. Es muss also nicht so schnell gehen wie im Video.
Diese Technik macht sicher auch Dir sehr viel Spass.
Ich hoffe Du bist inspiriert.
Bis zum nächsten Mal.

Steff

Samstag, 12. September 2009

Steff Murschetz Anatomie für Helden

Mit diesem Video möchte ich Anfängern zeigen, wie einfach eine Actionfigur aufgebaut ist und sie ermutigen, Männeken zu kritzeln, wo sie gehen und stehen.
Das macht Spaß und die Hand locker.
Vergesst alles darüber, aus wie vielen Kopflängen eine Figur aufgebaut ist und an welchen Stellen, welche Muskeln sitzen und wie diese heißen. Dadurch werden Figuren nur eins: Steif wie die nutzlosen und überteuerten Gliederpuppen aus dem Kunstbedarf.
Viel rumkrakeln, die Augen offen halten und spielerisch ein Gefühl für Körper entwickeln, bringt deutlich mehr.
Ich führe diese Standards in Sandmaltechnik vor. Diese Technik benutze ich für gewöhnlich bei meinen Auftritten als Showzeichner, bei denen das Bild an eine Wand projiziert wird.
Im Grunde manipuliert man dabei Vogelsand auf einer, von unten beleuchteten Milchglasplatte mit den Fingern und verschiedenen Gegenständen, wie z.B. Schaschlikspießen, Rasierpinseln oder Nagelbürsten.
Natürlich ist das System vom Strichmännchenskelett und den aufgepappten Fladenformen, als Muskeln, auf jede beliebige Zeichentechnik übertragbar.


Dienstag, 8. September 2009

Comiczeichnen mit Steff Murschetz

In meinem ersten Comiczeichenviedeo zeige ich Euch die Entstehung einer Illustration von der Vorzeichnung bis zur Bearbeitung am Computer.
Wenn ich einen neuen Comic beginne, mache ich gerne einen Test der gewählten Techniken und des geplanten Looks.
Da "Die Pferde von Dartmoor" zu Beginn des 20ten Jahrhunderts spielt, wähle ich eine altmodische Zeichentechnik, die vorwiegend auf Graphitpulver und Graphitstiften basiert.
Hier teste ich zudem die Stempeltechnik, die eine zügige Darstellung der nebelig feuchten Vegetation der Heidelandschaft Süd-Englands, mit ihren Burgen, Spukhäusern, Friedhöfen und natürlich dem legendären Gefängnis von Dartmoor gewährleisten soll.
Der zentrale Punkt beim kolorieren am Computer, ist in diesem Fall der Filter "Beleuchtungseffekte", von mir liebevoll "das Kolorieren mit Licht" genannt.
Ein machtvolles Instrument, um einer Zeichnung Licht und Atmosphäre zu verleihen.
Probiert es aus, die Möglichkeiten sind endlos.
Da sich die Einstellungen speichern lassen, kann man für jedes Kapitel oder jeden Schauplatz einer Geschichte die entsprechenden Lichter, zur Ausleuchtung der Szenen, vorbereiten.
Man braucht diese dann nur, durch Verschieben, bei jedem Panel leicht anpassen.
Alle "Innenaufnahmen" von "Käptn Jack und die Augen meiner Schwester" sind z.B. auf diese Art koloriert.
http://www.mycomics.de/comics/graphic-novel/kaeptn-jack-und-die-augen-meiner-schwester.html
Einige wenige Ergänzungen mit dem Pinsel im Farbmodus "Farbe" runden das Ganze ab.