
(Das ist Teil 2 des Berichts zur Spielwarenmesse, hier geht es zu Teil 1: Spielwarenmesse Nürnberg: Comics, Toy Trends, Storytelling + Popkultur)
Die Spielwarenmesse Nürnberg zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich die Branche verändert hat: Spielen ist längst nicht mehr nur Kindersache. Kidults, künstliche Intelligenz und kreative DIY-Produkte prägen das Bild – und überall lassen sich Verbindungen zu Comics und Popkultur entdecken.
Kidults: Spielen für Erwachsene – mit Star Wars, Pokémon & Marvel
„Kidults“ – erwachsene Fans mit starkem Spieltrieb – sind kein Nischenphänomen mehr, sondern eine der treibenden Kräfte der Branche. Besonders präsent sind Markenwelten aus Film, Serie und Comic:
Star Wars, Pokémon und Marvel gehören zu den großen Fixpunkten.

Auf der Messe zeigen sich diese Welten in hochwertigen Sammelfiguren, Bausets und Modellen. Der Reiz liegt dabei weniger im schnellen Spiel als im Eintauchen in bekannte Narrative: Raumschiffe werden detailgetreu nachgebaut, Helden in Action-Figurenform inszeniert, und sowohl Superhelden als auch Monster als Sammlerstücke verewigt.

Für Comicfans ist das besonders spannend, denn viele dieser Produkte greifen Panels, Kostüme und Story-Ästhetiken direkt auf – Comics werden hier räumlich erfahrbar.
Trend im Fokus: KI und Spielwaren – Erzählen, Reagieren, Erleben
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Spielwarenwelt. Auf der Messe wird deutlich: KI ist kein Selbstzweck, sondern soll Interaktion, Storytelling und Personalisierung ermöglichen.
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Spielzeuge reagieren auf Sprache oder Verhalten
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Lern- und Kreativprodukte passen sich dem Nutzer an
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Digitale Erweiterungen schaffen offene Erzählräume
Dabei steht weniger die Technik selbst im Vordergrund als die Frage, wie Spielzeug intuitiver, persönlicher und langfristig interessant bleiben kann. KI wird so zum Werkzeug, um Spielangebote flexibler zu gestalten und neue Formen des Erlebens zu eröffnen – sowohl im Lern- als auch im Freizeitbereich.
Möglich werden auf diesem Weg Charaktere, die „antworten“, oder Spielwelten, die sich je nach Entscheidung verändern – eine Nähe zum interaktiven Erzählen, wie man es aus Games oder Webcomics kennt.
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Trend im Fokus: DIY & kreative Spielwaren
Ein ebenso starker Gegenpol zur Digitalisierung ist der anhaltende Boom kreativer Spielwaren. Malen, Basteln, Töpfern, Bauen und Gestalten erleben eine neue Wertschätzung – nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.
DIY-Produkte setzen auf:
Auf der Spielwarenmesse zeigt sich, wie vielfältig dieses Segment geworden ist: von klassischen Kreativsets bis hin zu modernen Konzepten, die Gestaltung, Achtsamkeit und Lernen miteinander verbinden. Kreative Spielwaren stehen dabei für einen bewussten Umgang mit Zeit, Material und Ideen – ein Trend, der sich klar vom schnellen Konsum absetzt.
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Fazit: Spielwaren zwischen Erlebnis, Technik und Kreativität
Die Spielwarenmesse Nürnberg macht deutlich, wie breit die Branche heute aufgestellt ist. Zwischen Kidults-Produkten, KI-Innovation und kreativen DIY-Konzepten entsteht ein Markt, der nicht mehr nur Altersgruppen bedient, sondern Haltungen und Interessen.
Spielen wird dabei zum Ausdruck von Persönlichkeit – mal technologiegetrieben, mal bewusst analog, oft irgendwo dazwischen.