Freitag, 5. März 2021

Comicinterview mit Nikola Ray zu "Hermalgie"


"Action, Freundschaft, Liebe, Nostalgie — ich präsentiere euch eine magische Welt voller Fantasie." 

- darum geht es für Nikola Ray in seiner Comicserie "Hermalgie", in die auch die Erinnerungen an seine eigene Grundschulzeit eingewoben sind. Jetzt ging das neue Kapitel von Hermalgie online, mit dem Titel: "Kind des Waldes". Wir haben Nikola dazu interviewt:

Deine Reihe „Hermalgie“ geht jetzt ins dritte Kapitel. Sie ist gleichzeitig magisch, aber doch auch nah an den Gefühlen der Schulzeit, die sicher viele so kennen.  Wie entstand die Idee für Hermalgie, und wie haben sich die drei Kapitel entwickelt?

Die Idee/Vision zu Hermalgie hatte ich über Jahre im Kopf, nur wusste ich nie, wie ich es umsetzen soll. Die Inspirationen dafür kamen von Videospielen, Animes und vor allem meiner eigenen Kindheit. Meine Grundschulzeit war für mich persönlich die beste Zeit meines Lebens und in diesem Comic will ich die märchenhaften Gefühle, die fantasievollen kindlichen Gedanken und auch die Nostalgie, die ich heutzutage darüber habe einfangen. Ich habe versucht Filme zu drehen, doch damit konnte ich nie meine wirklichen Visionen umsetzen, sodass ich immer unzufrieden war. Ich habe vieles ausprobiert und als ich meine alte Leidenschaft, das Zeichnen für mich wiederentdeckt habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass das Medium Comic perfekt für das übermitteln von meinen Gefühlen und für die Vision an sich ist.

 


Der Titel „Hermalgie“ ist eine Kombination aus dem Namen meiner alten Schule „Hermann Löns Schule“ und dem Wort „Nostalgie“. Einer der beiden Protagonisten namens Nikola soll mich selbst und meine Erlebnisse darstellen, also basieren manche Handlungen auf wahren Begebenheiten – nur halt in einer fantastischen Traumwelt.

Die Ideen für die einzelnen Kapitel habe ich alle im Kopf und weiß schon ganz genau wie alles verlaufen und enden wird. Deshalb mache ich mir viele Notizen und scribble mir Storyboards, um die Menge an Ideen nicht zu vergessen. Ich sage immer, dass Hermalgie die wichtigste Geschichte von mir sein wird, deshalb tue ich alles und arbeite hart, um jeden Tag mindestens eine Seite zu zeichnen. Dafür ich pushe mich immer wieder ans Limit. Der Comic wird voraussichtlich 10-15 Kapitel und über 100 Seiten haben. Also freut euch drauf! 😊


Inwieweit hat Corona und der Lockdown deine Arbeit an deinen Comicprojekten beeinflusst – was hat sich in dem Bereich verändert?

Es hat sich durch Corona überhaupt nichts verändert. 😊

Von dir ist noch ein anderer spannender Beitrag online „Crow X“, der in einer Welt mit sprechenden Schafen startet und insgesamt über 100 Seiten lang ist. Was hat es mit der Story auf sich - und wie kam es zur der Länge, und zu den Schafen?

Als ich in der Realschule war, haben meine Freunde und ich lustige Charaktere wie zum Beispiel „Dörm“ – das sprechende Schaf oder Crow und Ed erfunden. Ich habe daraus Comics gemacht und sie in der Klasse rumgezeigt, und mich mich immer sehr gefreut, als ich positives Feedback oder Leute zum Lachen gebracht habe. 

 


Wie ich bereits in der ersten Antwort erwähnt habe, dass ich das Zeichnen für mich wiederentdeckt habe, war es durch mein Projekt „Crow X“. Ich habe mir vorgenommen, mal einen richtig professionellen Comic zu erschaffen mit einer Seitenanzahl, die ich noch nie zuvor erreicht habe. Als ich den ersten Teil innerhalb von einem Jahr fertig gestellt habe, wusste ich, dass es das perfekte Hobby für mich ist. Ich dachte, dass Crow X meine wichtigste Geschichte sein wird, jedoch hatte ich immer wieder dieses Gefühl, dass irgendetwas fehlt…

Als ich dann nochmal in mich gegangen bin und überlegt habe, was ich wirklich will bin ich 1 Jahr später auf die Idee von Hermalgie gekommen. Die Vision war immer da, schon vor Crow X, nur habe ich sie nie gefunden… bis jetzt. Und da ich jetzt weiß, was ich will – kann ich endlich 100% geben!



Wo kann man mehr von dir finden?

Man kann mich auf Instagram finden! Dort poste ich viele Bilder und Stories rund um Hermalgie: Instagram.com/Hermalgie

Außerdem bin ich auf Deviantart, und es gibt auch einen Youtube-Kanal von mir, wo hoffentlich bald wieder neue Videos erscheinen werden.


Danke für das Interview, und viele Grüße an Dörm und Crow!
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Donnerstag, 4. März 2021

Comic Kalender: Events, Deadlines, Termine



Comic Events zum Mitmachen, Informieren und Abstimmen

Ginco Comic Award 2021
Der inklusive deutsche Comicpreis der Independent-Szene geht in die nächste Runde. Der Award richtet sich an Comicschaffende, die über Self-Publishing, Kleinverlage oder Creator-Owned Plattformen ihre Werke veröffentlichen (also auch bei myComics!). Der Preis ist jetzt für Einreichungen offen, die Einreichfrist endet am 1. Mai.

Nextcomic-Festival 2021 
Das nextcomic-Festival in Linz hat in 2021 das Thema "next Family" - es umfasst ein Comic-Symposium am 19. und 20. März, das Festival selbst ist geplant vom 30. April bis 8. Mai. Und es gibt einen Comicwettbewerb für Schulen, Einsendeschluss ist 1. Mai. 

Aktuell ist der Martin-Schüwer-Preis für herausragende Comicforschung 2021 offen für Einreichungen. Das Preisgeld beträgt 1000 Euro, Einsendeschluss ist 31. März. Außerdem läuft aktuell eine Ausschreibung für medienwissenschaftliche Gender-Forschung.

Das #The100DayProject" ist ein offenes, internationales Kunstprojekt. Die Herausforderung: 100 Tage lang täglich an einem kreativen Projekt arbeiten. Ende Januar ging es los, die Teilnahme ist einfach über Social Media möglich, man kann jederzeit noch einsteigen.

Das Thema für die diesjährige Runde des "Comic & Manga" Schulwettbewerbs ist: "Bewunderung". Die Anmeldung dazu ist nun offen, Einsendeschluss ist 29. April
 
Förderung für Comicprojekte 
Die VG-Bildkunst unterstützt Comicprojekte. Die Antragsfristen sind: 15. November und 15. Mai.

Comicbuchpreis  
Aktuell läuft die Ausschreibungsfrist für den mit 20.000 Euro dotierten Comicbuchpreis. Der Bewerbungszeitraum endet am 30. Juni. Infos zum Preis und zu den bisherigen Preisträgern gibt es im Blog.

Das "Maison des Auteurs" in Angoulême bietet für Comiczeichner ein Künstlerresidenz-Programm an, nächste Deadline zur Anmeldung ist 1. Juni

Sowohl die Comic Con Stuttgart 2020 als auch der Gratiscomictag 2021 werden nicht zu den ursprünglich geplanten Termine stattfinden, sondern jeweils auf das Folgejahr verschoben.

Hilfsangebote für freie Künstler und Kulturschaffende 
Um KünstlerInnen und Kulturschaffende in der schwierigen Situation zu unterstützen gibt es nationale und regionale Hilfsangebote. Im myComics Blog sammeln wir Links und Tipps.

Aktion für Comic-Läden in der Krise
Das neue Online-Verzeichnis comics-kaufen.de hilft ab sofort Comicfans und Comicläden mit Händlerindex und Infos


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PS: Weitere Updates und Ergänzungen zu den Veranstaltungen folgen wöchentlich


Mittwoch, 3. März 2021

Joe Hills urbaner Grusel in Comicform: von Locke+Key zu Hill House, mit Leseproben



Joe Hill ist nicht nur der Sohn von Autoren-Legende Stephen King, er ist auch selbst ein begnadeter Schriftsteller und außerdem der Meister des Horror-Comics. Nach seinem hoch gelobten Werk "Locke & Key" wird nun unter dem DC-Sub-Label Hill House Comics eine Reihe von Graphic Novels aufgelegt, die die volle erzählerische Wucht des Horror-Genres zu Papier bringen.

Joseph Hillström King, so der bürgerliche Name von Joe Hill – dessen Pseudonym, mit dem er als Autor außerhalb des großen Schattens seines Vaters wachsen wollte, über Jahre als das schlechtest gehütete Geheimnis der Branche galt – war schon immer ein großer Freund der 9. Kunst. Noch bevor er durch seine Romane bekannt wurde, hatte er sich als Comic-Autor einen Namen gemacht und mit der „haunted house“-Geschichte Locke & Key bereits im Jahr 2008 einen absolute Beststeller veröffentlicht. 


Locke & Key Leseproben

Die Story gilt inzwischen als moderner Genre-Klassiker und erreichte jüngst durch die Verfilmung als Streaming-Serie – auch wenn die nicht an die Qualität der Vorlage heranreicht –, noch einmal zusätzliche Bekanntheit. Für Sammler liegt die Serie übrigens auch komplett als edle Sammler-Edition vor.

Bei myComics sind Leseproben der ersten Bände online:



Urbaner Grusel

Joe Hill bewegt sich in seinen Geschichten oft im Erzähluniversum von Stephen King. Immer wieder findet man Orte, Personen oder Querverweise zu Geschehnissen aus King-Romanen. Und inzwischen nimmt auch Stephen King Elemente aus Hill-Storys bei sich auf, um seine Welt zu erweitern. Allerdings pflegt Joe Hill einen urbanen Grusel mit stärkerer Fantasy-Note als sein Vater. Er liebt es, Außenseiter als Helden in den Mittelpunkt zu rücken, bewegt sich gerne auch mal im Coming-Of-Age-Bereich und dreht mit Vorliebe die klassische Horror-Rollenverteilung um. So auch in seinem aktuell von den Kritikern gefeierten Band "Ein Korb voller Köpfe": In einer abgelegenen US-Kleinstadt treiben ein paar Killer ihr Unwesen. Auch June gerät in das Visier der mörderischen Bande. Allerdings wird die junge Frau dank einer verfluchten Wikinger-Axt alsbald von der Gejagten zur Jägerin, wenngleich wider Willen. 
Die Leseprobe dazu gibt es hier:  Joe Hill: "Ein Korb voller Köpfe"

Die großartig erzählte und hervorragend illustrierte Geschichte ist gerade auch der Liebling der kontinuierlich wachsenden Joe-Hill-Fangemeinde und der Auftaktband der Hill House Comics-Reihe, die der US-Verlag DC als Sub-Label bei sich installiert hat. Darin laufen neben Comics, die Joe Hill selbst geschrieben hat auch Geschichten, zu denen er den Plot beigesteuert hat, die Ausführung jedoch anderen überließ sowie Werke von Autoren, die Horror mit hill’schem Anspruch schreiben und die von ihm gefördert werden. 



Das Puppenhaus + Im tiefen Wald

Nach "Ein Korb voller Köpfe" sind in der Hill House Comics-Reihe inzwischen "Das Puppenhaus" und "Im tiefen, tiefen Wald" erschienen. In "Das Puppenhaus" – geschaffen vom Team des Comic-Meilensteins "The Unwritten": Peter Gross (Zeichner) und M. R. Carey (Autor) – flüchtet sich ein Mädchen vor der Gewalt ihres Elternhauses mit Hilfe ihrer Fantasie in die Geborgenheit ihres Puppenhauses. Eines Tages wird aus der gedanklichen Flucht aber Realität und sie muss feststellen, dass auch im Puppenhaus keine heile Welt herrscht... einen Blick in die Story gibt es hier: Das Puppenhaus.

Ein Mystery-Abenteuer im Stranger Things-Stil wiederum ist "Im tiefen, tiefen Wald". Die Mädchen Octavia und Eldora sind beste Freundinnen, seit sie einem Monster begegneten und es gemeinsam zur Strecke gebracht haben. Doch plötzlich kreuzen weitere bizarre und äußerst bösartige Kreaturen ihren Weg, und die beiden entdeckten nach und nach das finstere Geheimnis ihrer Heimatstadt. 

Allesamt sind die Hill House Comics großartige Horror-, Grusel- und Fantasy-Graphic Novels, die Genre-Fans absolut zufriedenstellen werden. Weitere Veröffentlichungen unter dem Label sind in Vorbereitung.

Dienstag, 2. März 2021

Comicbuchpreis Ausschreibung 2022 läuft


Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung

Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung wird jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen literarischen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert, und damit einer der höchstdotierten Comicpreise Deutschlands.

Neben dem Preisträger würdigt die Jury außerdem gute Bewerbungsarbeiten als Finalisten. Die so ausgewählten Künstler erhalten jeweils 2000 Euro, eine Urkunde und eine kleine Skulptur. 
 
Infos zur nächsten Ausschreibung
Die Ausschreibung für den Comicbuchpreis begann wie jedes Jahr im Januar
Sie endet am 1. Juli. Weitere Infos gibt es online: Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung.


Bisherige Preisträger
  • Der Preisträger 2020 ist Max Baitinger für sein Werk "Sibylla“. Baitinger war bereits 2016 mit „Röhner“ Finalist beim Comicbuchpreis. Die Jurybeurteilung: "Gewitzt und gekonnt beginnt er ein Erzählgerüst aus verschiedenen Ebenen zu konstruieren, das von bemerkenswerter grafischer Stärke zeugt.
  • Die Preisträgerin 2019 ist Anke Kuhl, die freiberuflich als Illustratorin und Autorin für verschiedene Verlage arbeitet und mit ihrer Familie in Frankfurt am Main lebt. Kuhl gründete 1999 mit Philip Waechter und Moni Port die Frankfurter Ateliergemeinschaft Labor. 
  • Die Preisträger 2018 sind der Autor Thomas Pletzinger und der Zeichner Tim Dinter für ihr Werk "BLÅVAND". 
  • Die Preisträgerin 2017 ist Tina Brenneisen, die Psychologie und Philosophie an der TU Dresden und der FU Berlin studiert hat. Sie arbeitet unter dem Pseudonym PoinT als Comiczeichnerin und Karikaturistin in Berlin und ist Gründerin der Parallelallee, einem kleinen, unabhängigen Verlag für Comics und illustrierte Literatur.
  • Der Preisträger 2016 ist Uli Oesterle, der seine Bewerbungsarbeit "Vatermilch" als fiktive Biografie über die dreißigjährigen Abwesenheit seines Vaters und als eine Geschichte über Wiedergutmachung verfasste. Oesterle ist es ein Anliegen, das schwere Thema in seinem grafischen Roman unterhaltsam und nicht ohne Humor zu erzählen.
  • Die Preisträgerin 2015 ist Birgit Wehye, die in Ihrer Arbeit "Madgermanes" die übliche Perspektive eines deutschen Blicks auf die Welt umdreht und von den Erfahrungen mosambikanischer Vertragsarbeiter in der DDR der achtziger Jahr erzählt.


Montag, 1. März 2021

GINCO Comic Award 2021


Die Einreichungsphase für den GINCO-Award 2021 läuft!

In 2019 wurde der GINCO-Award zum ersten Mal vergeben. GINCO steht dabei für "German Inclusive / Independent Comic". Der Award soll der Anerkennung und Auszeichnung von Comicschaffenden dienen, die über Self-Publishing, in Kleinverlagen und auf Plattformen für "Creator-Owned" Content und auf ähnlichen Wegen ihre Werke veröffentlichen.

Jetzt läuft die Einreichungsphase für Werke von 2020: vom 1.3. bis 1.5. kann man teilnehmen! 

Wie bereits im Vorjahr ist der Preis mit einer Summe von insgesamt 1.500€ dotiert, die in 3 bis 5 vom Preiskomitee festgesetzten Kategorien vergeben werden.

Die wichtigsten Teilnahmebedingungen:
  • Digitale Einreichung 
  • Indie-Künstler*innen V
  • Veröffentlichung zwischen 1.1.2020 und 31.12.2020 (bei Webcomics betreffender Abschnitt in dem Zeitraum) 
  • Visuelle Erzählung (Comic, Bilderbuch, animierter Comic, Zine, etc.)
Weitere Infos gibt es auf der Webseite: www.ginco-award.de
"Der GINCO-Award lädt alle Spielarten und Formate von Comic ein, sich zu bewerben. Damit ergänzt und vervollständigt er bestehende Auszeichnungen und Strukturen im Comicbereich um eine gemeinsame Bühne, auf der zum Beispiel keine Trennung zwischen digital und analog, Comic und Manga besteht."
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Ergänzend ein Link: der Bericht über die Award-Verleihung 2019: Ginco Award: Die Gewinner! + Podcast-Interviews + SWR-Beitrag

Dienstag, 23. Februar 2021

Comicforschungspreis 2021 ausgeschrieben



Eine nachhaltige Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit zu fördern - das ist das Ziel des Martin Schüwer-Preis, der zum zweiten Mal von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) ausgeschrieben. 

Für den Gewinner bzw. die Gewinnerin ist ein Preisgeld von 1.000 Euro ausgelobt. Zudem umfasst der Preis einen Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung, und die Nominierung als Mitglied der Jury des folgenden Jahres. 

Der Preis ist benannt nach dem viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Comicforschung. Im Jahr 2019 ging der Martin Schüwer-Publikationspreis an Dorothee Marx (née Schneider) für ihren Beitrag “The ‘Affected Scholar’. Reading Raina Telgemeier’s Ghosts as a Disability Scholar and Cystic Fibrosis-Patient”.  

Einsendeschluss ist der 31.03.2021.

Weitere Infos gibt es auf der ComFor-Webseite:  Comicforschungspreis 2021 
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Noch ein Tipp und Link aus dem Bereiche Medienwissenschaften, allerdings nicht speziell für Comics: die AG Gender/Queer Studies der Gesellschaft für Medienwissenschaft prämiert auch dieses Jahr wieder medienwissenschaftliche Gender-Forschung, insbesonders. auf frühen Karrierestufen. Deadline: 31.7.21, Webseite: GenderQueerMedien.org 

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Montag, 22. Februar 2021

VG-Bildkunst: Förderung für Comicprojekte



Die VG-Bildkunst unterstützt Comicprojekte!

Im Rahmen ihrer Förderung für Projekte aus dem Bereich Fotografie, Illustration, Design unterstützt die Stiftung Kulturwerk auch Comicprojekte, und auch digitale Projekte:

Seit Oktober 2018 steht der Berufsgruppe II ein Sonderfonds „Publikationsförderung“ zur Verfügung. Der Vergabebeirat hat den Begriff der „Publikation“ weit gefasst und möchte nicht nur reine Bücher wie Fotobände, Comics, Kinderbücher etc. sondern auch digitale Publikationen und oder Symposien, die in einer Publikation münden, fördern.

Eine Übersicht aller unterstützen Projekte aus dem Bereich ist hier online: Chronik der geförderten Projekte in der Berufsgruppe 2.

Darunter sind folgende Comicprojekte:
  • Lena Hesse: Kindercomic "Die Sache mit Fine"
  • Josep Roda Jordes: Maya - ein grafischer Roman
  • Vincent Burmeister: "PIECKstreet. Eine Comicgeschichte"
  • Kristina Gehrmann: Graphic Novel über Mary I von England 
  • Anke Kuhl: Ein Kindheitscomic

Förderungsrichtlinien 

Grunsätzlich gilt für die Förderung durch die VG-Bildkunst: "Kreative aus allen drei Berufsgruppen, soweit sie Mitglied in der VG Bild-Kunst sind, können sich bei der Stiftung Kulturwerk zu den unten stehenden Terminen um einen finanziellen Zuschuss für ihr Vorhaben bewerben."

Comicprojekte werden dabei der Berufsgruppe II (Fotografie, Illustration, Design) zugeordnet, es steht dafür ein Bewerbungsformular sowie ein Informationsblatt mit den Förderrichtlinien zur Verfügung. Projekte in dieser Berufsgruppe können mit bis zu 8.000 Euro gefördert werden.

Die Antragsfristen sind: 15. November und 15. Mai, es kann dabei jeweils nur ein Antrag pro Kalenderjahr gestellt werden.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der VG-Bildkunst: Projektförderung
Tipp: in unserem Comic-Kalender gibt es weitere Comic-Aktionen, Messen und Wettbewerbe, aktuell auch mit Infos zur Unterstützung von Künstlern.
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Mittwoch, 17. Februar 2021

nextcomic-Festival 2021 "next Family" mit Symposium + Comicwettbewerb für Schulen


Der Termin für das nextcomic-Festival 2021 ist geplant vom 30. April bis 8. Mai

Für den neuen Festivalzeitraum sind Ausstellungen als auch Online-Programmpunkte geplant. In der Hoffnung, dass sich die Situation entspannt und Ausstellungsbesuche mit den coronabedingten Sicherheitsvorkehrungen möglich sind wurde das Festival auf Anfang Mai verschoben. Einige Programmpunkte werden in den digitalen Raum ausweichen, ergänzend dazu gibt es ein Festivalzentrum und reale Orte sowie Ausstellungsflächen. 

Das Thema des Festivals ist: "next family".

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Comic-Symposium: 19. + 20. März 

Im Vorfeld findet am 19. und 20. März ein Comicwissenschaftliches Online-Symposium statt, organisiert vom Institut für Kunst & Bildung. Auch das Symposium dreht sich um das Thema Familien, Ziel sind kritische Reflexionen über die Darstellung von sozialen Microstrukturen im Medium Comic. Die Panels umfassen die Themen: 

  • Künstlerfamilien - Familienkünstler
  • Superheroes - Superfamilies
  • Queering Family 

Das Symposium ist kostenfrei und wird organisiert von Barbara M. Eggert von der Kunstuniversität Linz, sowie von Kalina Kupczynska und Véronique Sina con der AG Comicforschung featuring OeGec Weitere Infos und Anmeldung zum Symposium: Online-Symposium

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Comicwettbewerb für Schulen 

In 2021 widmet sich die Oberösterreichische Landesausstellung den Themen ARBEIT, WOHLSTAND und MACHT: "Was das für unser Zusammenleben heute und in Zukunft bedeutet – darüber soll vor, in und nach der Ausstellung diskutiert werden!" Der Kunstverein und das nextcomic Festival haben sich dazu spannende Fragen in drei Alterskategorien ausgedacht und freuen sich auf Ideen in Form von lustigen oder fantasievollen Comics.
Einsendeschluss ist der 1. Mai 2021, weitere Infos: landesausstellung.at

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Dienstag, 16. Februar 2021

Comic-Interview mit bob schroeder zu KI, organischer Intelligenz, und der Story "top_Monica29"


"Ich bin eine organische Intelligenz und möchte die Maschinen unterhalten und beschäftigen" 

- das sagt bob schroeder über sich selbst. Seit 2016 ist diese organische Intelligenz auch bei myComics unterwegs, und viele der myComics-LeserInnen wurden bereits gut von ihren Beiträgen unterhalten.

Jetzt ging mit "top_monica29" eine neue Story zum Thema Künstliche Intelligenz online, die auch von der aktuellen Gesellschaftssituation beeinflusst ist, und die zu diesem Interview führte: 



Dein neuester Beitrag „top_Monica29“ ist ungewöhnlich, sowohl in der Gestaltung als auch in der Ansprache der Leser*Innen – wie entstand die Idee, und wie hat sich „top_Monica29“ entwickelt?

Ich interessiere mich generell für Digitalisierung beziehungsweise die Digitale Revolution, für die Neuen Medien und das Internet, und für die Veschiebungen und Veränderungen, die diese in der Gesellschaft zumindest mitbewirken. Obwohl ich selbst keinen Sprachassistenten nutze, spukte mir die vage Figur der top_Monica29 schon eine Weile durch meinen Hinterkopf. Eigentlich hatte ich mir einen kleinen Emanzipationscomic vorgenommen, in welchem die KI sozusagen als migrantische neue Bewusstseinsform in anfangs sehr prekären Jobs um Teilhabe und Anerkennung in einer gewachsenen Gesellschaft kämpft, während sie nach und nach zur Weltherrscherin aufsteigt und endlich über Leben und Tod der Menschheit entscheiden darf.

Allerdings entglitt mir gleich am Anfang das Charakterdesign, Monica29 entwickelte ihr Eigenleben und degradierte den Anwender zum beschädigten Avatar, schuf sich ihren Raum in den wüst assoziierten digitalen Tafeln. Das war im letzten Frühjahr, als die Pandemie zum alles beherrschenden Thema wurde, Corona brachte dann die etwas aktuelleren Bezüge mit in das Projekt.


 
Ob top_Monica29 nun eine Art kreativer Unfall ist, oder ob sich auf einer verschrobenen Ebene nicht doch der ursprüngliche Gedanke -die KI ergreift die Macht- umgesetzt hat, darüber grüble ich noch. Die Reihe ist noch nicht abgeschlossen, mein Eintrag auf MyComics ist ein Zwischenstand. Ich bastle weiter und hoffe, top_Monica29 im Laufe des Jahres als mein neues eBook zu veröffentlichen. 

Inwieweit hat Corona und der Lockdown deine Arbeit an deinen Comicprojekten beeinflusst – was hat sich in dem Bereich verändert?

Nichts wesentliches. Es geht vielleicht auch anderen Zeichnern so, man ist ganz gerne für sich und verwoben in der eigenen, künstlichen Welt. Geändert hat sich bestenfalls, dass man sich zur Zeit nicht dafür rechtfertigen muss, wenn man nicht raus und unter die Leute möchte.

 


Von dir sind schon eine ganze Reihe von Beiträgen online - welche davon sind deine persönlichen Favoriten?

Favorit ist immer das jeweils aktuelle Projekt. Aber vermutlich erinnert man sich als Urheber allgemein lebhafter an umfangreichere Arbeiten, als an kurze Einzelstücke, die zum Beispiel für Anthologien oder Gemeinschaftsprojekte entstanden sind. Nach wie vor recht glücklich bin ich mit meinem "Endlich zuckerfrei", einer Parodie auf Ratgeber- und Aufklärungsbroschüren, aus dem Herbst 2019. Ich hatte mir einen Mix aus kurzen Comics, Cartoons und Popart vorgenommen, was mir die Möglichkeit bot, mich sehr frei und auf allen Ebenen an meine Themen Zucker, Ernährung, Medien heranzuspinnen, das machte freilich sehr viel Spaß.

Ein anderes Langzeitprojekt war die Ypìdemi-Reihe, die beschäftigte mich, glaube ich, von 2015 bis 2017. Die Serie spielt ein bisschen mit dem Sci-Fi Genre und befasst sich mit Themen aus den Bereichen Politik, Gesellschaft und technischem Fortschritt, die mir beim Herumlesen im Web durch die Wahrnehmung rauschten. Eigentlich sind diese Streifen vermutlich eher verlängerte Karikaturen, denn kurze Comics, und ich hatte mich für die Leserichtung oben-nach-unten entschieden, damit die Stücke auch gut auf Handhelds passen. In der Rückschau bescheinige ich mir, dass ich auch ein bisschen Farbe mit in die Bilder hätte nehmen sollen, aber mir gefallen bis heute die meisten der Ideen und Texte.


Wo kann man mehr von dir finden?


Unter bobschroeder.blogspot.com führe ich ein kleines Metablog, auf welchem unter anderem meine quer durchs Web verstreuten Profile verlinkt sind, dort sammle ich auch die Verweise auf meine bisherigen eBooks, gelegentliche Teilnahmen an Printprojekten, und was sonst noch so anfällt. Meine umfangreichste Präsenz im Sinne einer Arbeitsschau kann man in meiner Gallery auf Toonpool betrachten. 

Danke für das Interview, und viele Grüße an top_Monica29!
 

Donnerstag, 11. Februar 2021

Spannend, dramatisch und witzig: Graphic Novels über junge Superhelden - für Teenager und Kids

 

Mit welchen Problemen hatten die bekannten DC- und Marvel Held*innen in jungen Jahren zu kämpfen? 

Diese Frage wird von den Comic-of-Age-Geschichten in der Serie Panini INK beantwortet, welche die jungen Helden auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten und sie dabei in völlig neuem Licht zeigen. Denn auch heranwachsende Superheld*innen haben mit alltäglichen Herausforderungen wie Verpflichtungen, schwierigen Entscheidungen und Emotionen zu kämpfen. Aber auch mit gesellschaftlichen Problemen sehen sie sich konfrontiert – seien es soziale Ungerechtigkeit, Korruption, Rassismus oder Homophobie.

Neu an den Publikationen ist, dass es sich dabei um abgeschlossene Bände im Graphic-Novel-Stil handelt. Die Storys kommen aus den großen Superhelden-Schmieden DC und MARVEL, sind inhaltlich aber völlig anders als man es bislang von den Superhelden kannte und äußerst innovativ. 

Um das zu erreichen wurden Top-Autor*innen mit den Storys beauftragt, sowie herausragende Zeichner*innen, die die Geschichten in einer ganz neuen, frischen Optik umsetzen. 


Bei myComics sind direkt mehrere Leseproben online, zum Beispiel zu Batman und Harley Quinn:
  • Batman Nightwalker – Schatten der Nacht: Auf dem Nachhauseweg von der Party zu seinem 18. Geburtstag trifft der frischgebackene Milliardenerbe Bruce Wayne eine folgenschwere Entscheidung, wodurch er zu Sozialstunden im berüchtigten Gefängnis Arkham Asylum verdonnert wird.

  • Harley Quinn – Breaking Glass: Jetzt kracht’s!: Vorlaut, rebellisch, exzentrisch – das ist die 15-jährige Harleen Quinzel. Mit fnur ünf Dollar in der Tasche zieht sie nach Gotham City.

Inzwischen ist das Portfolio aber um viele weitere Titel angewachsen. Bei MARVEL gehören unter anderem "iles Morales - Spider Man, Ms. Marvel - Kamala Khan, Spider-Gwen – Gwen Stacy, Spider-Man liebt Mary Jane und die großformatigen Marvel Action-Alben in die Kategorien. 

Auch hier geben die Leseproben bei myComics einen Vorgeschmack:  

  • Ms. Marvel - Kamala Khan : Eine aufregende, authentische Heldin für die nächste Generation! Die Schülerin Kamala Khan lebt in Jersey City. Die Tochter pakistanischer Einwanderer ist verrückt nach den Avengers – und verwandelt sich eines Tages selbst in eine Superheldin. 
  • Spider-Gwen – Gwen Stacy: In einer Parallelwelt wird anstatt Peter Parker seine Freundin Gwen Stacy von der Spinne gebissen und erhält Superkräfte. Als Spider-Woman tritt sie für das Gute ein. Doch die junge Heldin im Hoodie hat nicht bloß Stress mit Schurken, sondern auch mit der Polizei.

  • Spider-Man liebt Mary Jane: Gegen Superschurken kämpfen kann ganz schön weh tun. Noch schmerzhafter sind aber die Dramen, die sich auf der Highschool abspielen. Das weiß niemand besser als Mary Jane, die mit ihren Freunden um Peter Parker und Liz Allan im Mittelpunkt dieser Seifenoper im Manga-Look steht.
Wendeten sich Graphic Novels – als abgeschlossene Comic-Geschichten mit Roman-Charakter, außergewöhnlichen Geschichten und besonderer zeichnerischer Qualität – bislang vor allem an eine erwachsene Leserschaft, so kommen jetzt massiv die Kinder und Jugendlichen zum Zuge.

Panini Kids

Parallel zu den Titeln, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 Jahren wenden, bietet Panini Kids Comics für Kinder ab 8 Jahren:

Bei den Kids-Titeln steht mehr der Witz im Vordergrund und setzt bei den Geschichten auf einen cartoonigeren Zeichenstil und bringt viel Slapstick-Comedy ein. Aber die durchgängige Erzählstruktur der Graphic Novel dient auch hier als Basis der Geschichten.


  • Hallo Justice League: In dieser Graphic-Novel-Reihe von Michael Northrop, dem New-York-Times-Bestsellerautor von TombQuest, wird die Justice League mit Fragen aller Art konfrontiert, die die kultigen Helden auch gerne beantworten, wenn sie gerade mal nicht die Welt retten müssen.

  • Superman – Jeder fängt mal klein an: Überall in der Stadt passieren große und kleine Wunder. Menschen werden gerettet, Traktoren auf Abwegen gestoppt und Feuer gelöscht. Ein ganz normaler Tag im Leben eines Helden, der nur unter dem Namen Superman bekannt ist. Aber wer ist er wirklich?

  • DC Super Hero-Girls – Ab in die Metropolis High : Da Batgirl, Wonder Woman, Supergirl, Green Lantern, Bumblebee und Zatanna wegen ihrer Heldentaten immer wieder zu spät zur Schule kommen, droht Direktor Chapin schließlich damit, die Mädels von der Schule zu werfen!

Die ursprüngliche Idee entstammt dem US-Verlagshaus DC und wurde mit dem Ziel an den Start gebracht, noch mehr Kinder und Jugendliche für das Medium Comic und natürlich die Superhelden zu begeistern. Aber auch die Eltern sollen durch die hohe inhaltliche Qualität der Produkte überzeugt und das Image der 9. Kunst weiter aufpoliert werden. Deswegen holte man sich für die Umsetzung Top-Leute wie die New-York-Times-Bestsellerautor*innen Mariko Tamaki, Danielle Paige, Marie Lu und Michael Northrop ins Boot, sowie ausgezeichnete Künstler, zu denen unter anderem Steve Pugh, Stephen Byrne und Gustavo Duarte gehören. Das Prinzip wurde dann auch von Marvel aufgegriffen, und Panini hat die Veröffentlichungen beider Verlage (und noch einige andere) unter den Labels zusammengefasst, um den Käufern die Orientierung zu erleichtern.

Unter dem Ink-Label finden sich spannende, actiongeladene, dramatische und witzige Coming-of-Age-Storys mit einem superheldigen Touch, die brillant erzählt und virtuos in Szene gesetzt sind. Das Augenmerk liegt dabei stärker auf den Superhelden als Privatpersonen, auf ihrer Entwicklung, ihrem Gefühlsleben und den Problemen, die ein Doppelleben als Held und große Kräfte im Alltag mit sich bringt … vor allem, wenn man noch ein Teenager ist.

Alle Bände des Ink- und Kids-Labels bei Panini sind kleine Meisterwerke und perfekt auf die jeweilige Leserschaft zugeschnitten. Das Schöne daran ist aber, dass sie auch älteren Comic-Fans ein hohes Maß an Spaß und völlig neuem Schmökervergnügen bieten, also bei weitem nicht nur Lesefutter für den Comic-Nachwuchs sind. Man darf also ohne Zögern zugreifen (die Titel sind über Amazon, Apple Books, Kobo, Google Play und Izneo auch digital erhältlich) und sich auf die noch kommenden Titel freuen. 

Mittwoch, 10. Februar 2021

Comic Art Europe: Comicprojekte gesucht



Comic Art Europe lädt europäische Comic-AutorInnen zum Thema „Visionen von morgen“ ein. Alle Formate - Geschichten, Shows, Ausstellungen - sind willkommen. Die einzige Einschränkung ist die Verwendung des Comic-Mediums. 

5 Projekte werden von einer Jury ausgewählt, die sich aus Comic-Experten und Vertretern der 5 am Comic Art Europe-Projekt beteiligten Kulturorganisationen zusammensetzt. 

Die ausgewählten KünstlerInnen erhält ein Stipendium von 5000 € und einen zweiwöchigen Aufenthalt in einer der vier Partnerstädte des Projekts (Lyon in Frankreich, Brüssel in Belgien, Barcelona in Spanien und Kendal in England). 

Die Gewinner haben auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten auf Festivals und Veranstaltungen zu präsentieren, die von den Projektpartnern im Jahr 2022 vorgeschlagen werden.

Einsendeschluss ist der 10. Februar. 

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite: Comic Art Europe 

Das Projekt «Comic Art Europe» ist ein Pilotprojekt, bei dem fünf europäische Organisationen zusammenkommen, die verschiedene Elemente des Comic-Netzwerks repräsentieren: eine Hochschule, Festivals und ein Museum. Ziel ist es, den Comic-Sektor in Europa durch Experimente mit kollaborativen Arbeitsmethoden zu stärken. 

Comic Art Projekt fördert die transnationale Mobilität von Kunstwerken, Arbeitern und SchöpferInnen, um das Medium und die europäische Comic-Community auf europäischer Ebene zu unterstützten und deren Position zu stärken.



Mittwoch, 3. Februar 2021

Internationaler „Comic & Manga“ Schulwettbewerb 2021


Der internationale „Comic & Manga“ Schulwettbewerb wurde 2018 als Wettbewerb für Europa ins Leben gerufen und findet zum vierten Mal in Folge statt. 2020 wurden insgesamt über 750 beeindruckende Werke von 825 Schulen aus 69 Ländern und Regionen zugesandt. 
  • Das diesjährige Thema des Wettbewerbs ist "Bewunderung" 
  • Der Anmeldebeginn für teilnehmende Schulen ist ab jetzt möglich, Werke können ab dem 12. Januar 2021 eingereicht werden. 
  • Beim Wettbewerb gibt es 6 Kategorien, sowohl digitale als auch traditionelle Werke sind zulässig.
  • Einsendeschluss ist der 29. April 2021 
  • Ausgelobt sind Sachpreise im Gesamtwert von 17.700 Euro 
  •  Die Ergebnisbekanntgabe findet Anfang Juli 2021 statt 
  •  Alle Infos zum Wettbewerb: Internationaler „Comic & Manga“ Schulwettbewerb 2021

Donnerstag, 28. Januar 2021

100-Tage-Online-Kunst-Challenge: #The100DayProject



100-Tage-Online-Art-Challenge

Ab dem 31. Januar läuft wieder der Online-Challenge "#The100DayProject" - ein offenes, internationales Kunstprojekt. Ziel der Aktion ist es, sich selbst künstlerisch herauszufordern, sich ein Thema zu suchen, und dann 100 Tage lang jeden Tag kreativ zu sein. Und natürlich macht es mehr Spaß und ist eine größere Herausforderung, wenn man die Ergebnisse jeweils öffentlich teilt, unter dem Hashtag #the100dayproject auf Instagram.

Man kann übrigens jederzeit auch noch nachträglich einsteigen.

Auf der 100Day-Webseite gibt es weitere Infos. Hier sind die wichtigsten Regeln im Original:

The100DayProject - How to
  • Choose an action: You'll do this action every day for 100 days, posting each instance of 100 on your Instagram account.
  • Announce your project: tag your Instagram with #The100DayProject (so we can all find you!) and add your own unique project hashtag (so that all of your posts will sit nicely together). Include both hashtags on every post!
  • Start January 31st: Create and post every day until May 10th. It's okay if you miss a day! Keep going. Reading this after January 31st? Any day is a good day to start #The100DayProject!
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Für Inspiration...
...einfach schon mal durch Instagram klicken, viele bereiten sich schon vor und posten auch schon: #the100dayproject



Die Idee des 100 Day Projects...
..basiert auf einem Studienkurs der Yale School of Art, und hatte den Titel "An Open Workshop for Graphic Design". Einen Artikel dazu gibt es im Magazin Designobserver: Five Years of 100 Days. Seitdem haben verschiedene Gruppen und Webseiten 100-Day-Projekte organisiert.


Mittwoch, 27. Januar 2021

Am 1. Februar ist Hourly Comic Day! Infos + Links



Tick Tack Tick Tack... 
Der "Hourly Comic Day" ist ein jährlicher Zeichen-Challenge, der jeweils am 1. Februar stattfindet. Die Aufgabe: solange man wach ist zeichnet man stündlich einen Comic über die gerade vergangene Stunde und greift sich dazu einen interessanten Moment oder eine typische Situation heraus. (Die Original-Guidelines auf englisch haben wir unten einkopiert).

myComics Hourly Comic Day Aktion
Da es mehr Spaß und eine größere Herausforderung ist, wenn man die Ergebnisse jeweils öffentlich teilt, laden wir alle ZeichnerInnen ein, ihre Hourly Comic Day Sketche bei myComics hochzuladen. 

Links zum Hourly Comic Day: 

Hourly Comics bei myComics



Aus früheren Jahren sind mehrere Hourly Comics bei myComics online, mit in der Liste ist auch der erste Hourly der bei myComics online ging, von Julia Wolkenkuckuck.

Original-Guidelines von John Campbell 
Der Hourly Comic Day wurde von John Campbell in 2006 gestartet. Das sind die Guidelines im Original:

"-for every hour that you are awake on february first (that's february first for whatever time zone you happen to be in), you make a comic describing something about the past hour. maybe you ate some cereal? maybe your mother called and screamed long and low until her voice gave out

-say you wake up at 7am. make a comic some time before it becomes 8am. then after 8am, make a comic before it becomes 9am. it is pretty simple."

Dienstag, 26. Januar 2021

Comic-Stipendiaten im Gespräch: Youtube Clip

Comic Stipendien Talk in Berlin

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat vier Arbeitsstipendien für Comickünstler*innen vergeben. Ausgeschrieben waren die Stipendien für Comickünstlerinnen und Comickünstler, die ihren Lebensmittelpunkt in Berlin haben. 

In einer ziemlich schönen Kooperation, bei denen das Museum für Kommunikation Berlin, der Deutschen Comicverein und die Comic Invasion beteiligt waren, gab es ein Rundgespräch mit den Stipendiat*innen.  
 
Das Gespräch ist online auf Youtube: Berliner Comic Stipendium

Im Talk werden die einzelnen Projekte vorgestellt. Die Moderation übernahm Lars von Törne vom Tagesspiegel. Mit dabei sind: 
  • Nele Brönner
  • Sophie Artz
  • Philipp Deines
  • Aisha Franz
  • Mazen Kaerbaj





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Montag, 25. Januar 2021

Comicprojekt: Berliner Comic Fenster



Die Comic Invasion Berlin hat im Fahrgastfernsehen in den U-Bahnen eine tolle Initiative organisiert: ein wöchentliches Feature mit Comic-Geschichten aus Berlin und über Berlin

Für die nächste Runde der "Berliner Fenster" läuft jetzt die Ausschreibung!

Wichtige Infos zur Umsetzung:
  • Beim Umfang des Beitrags (Panels/Screens/Text) darauf achten, dass man die Geschichte in 40 Sekunden oder weniger gut lesen kann. 
  • In der UBahn lesen viele mit großem Abstand (teils mehrere Meter) zum Bildschirm, daher Stories mit mindestens Schriftgröße 30 anlegen. Gut sind auch Stories, die ohne Text funktionieren. 
  • Für ausgewählte Stories wird ein Honorar von 100€ gezahlt
  • Abgabetermin für die Runde ist: 30.01.2021.

Die genauen Details zur Aktion stehen auf der CIB-Webseite - dort sind übrigens auch bisher gezeigte Beiträge der Berliner Comic-Fenster zu sehen.

Tipp: in unserem Comic-Kalender gibt es weitere Comic-Aktionen, Messen und Wettbewerbe

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Mittwoch, 20. Januar 2021

Zeich(n)en aus dem Home Office - Die zweite Welle


Die erstklassige Home Office Comicserie wird fortgesetzt!

Im Frühjahr musste der Comic-Salon Erlangen abgesagt werden. Auf der Webseite des Salons entsand dann aus aktuellem Anlass das Comicprojekt: "Zeich(n)en aus dem Homeoffice"

Viele ZeichnerInnen haben daran teilgenommen, mit dabei auch Flix, Katja Klengel, Ralf König, Katharina Greve... Auch mehrere myComics-Mitglieder haben aus dem Homeoffice gezeichnet: Schwarwel, Sarah Burrini, David Füleki, Jeff Chi...

Jetzt geht das Projekt, wieder aus aktuellem Anlass, in die zweite Runde. Oder bessergesagt: kommt aus der zweiten Welle. Der Link bleibt gleich: "Zeich(n)en aus dem Homeoffice"

Das jährlich seit 1986 stattfindende Seminar wurde 2020 erst von Mai auf November verschoben und muss nun ins Frühjahr 2021 verlegt werden. Beim Comic-Seminar arbeiten die rund 20 Teilnehmer*innen zehn Tage lang in Erlangen unter Anleitung renommierter Künstler*innen – in diesem Jahr wären es Ralf König, Isabel Kreitz und Thomas von Kummant gewesen – an ihren Projekten und präsentieren sie anschließend in einer Ausstellung. Da dies derzeit nicht möglich ist, haben wir sie gebeten, sich dennoch mit dem Seminarthema „einsam und allein“ zu beschäftigen und uns dazu ihre grafischen Gedanken zu schicken, die wir nun nach und nach hier veröffentlichen werden.

Mehr aus Erlangen: Comic-Salon und #CSE Digital

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Sonntag, 17. Januar 2021

Comics Exchange: "Kleine Formate"


Für den drittes Comic Exchange am 22.1.2021 sind interessierte Comiforscher_innen, Kunstschaffende, Lehrende, Studierende und Journalist_innen eingeladen, die sich aktiv beteiligen und einen Comic zum Schwerpunkt „Kleine Formate” vorstellen möchten.

Grundlage der kurzen, ca. 5-minütigen, informellen Präsentation sollen spannende, ‘kleine’ Comics sein – von One-Panel-Comics, Comicstrips bis zu ‚kleinen’ Druckerzeugnissen und anderen interessanten, kleinen oder kurzen Formaten. Die Auswahl darf durchaus persönlich motiviert sein. 

Wer gerne mitmachen und einen Comic vorstellen möchte, schickt bitte bis zum 20.1.2021 eine kurze Mail (inkl. Comic-Vorschlag), alle Infos dazu im PDF "Comic Exchange". (im PDF ist noch der alte Termin drin, auf der Webseite ist es der 20.1.)

Beim Comics‐Exchange handelt es sich um ein digitales Diskussionsforum, das die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Kooperation mit dem Berliner Comic‐Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Comicforschung und ‐ Vermittlung (OeGeC) veranstaltet. Comics‐Exchange ist eine niedrigschwellige Plattform, die Comic‐interessierten Wissenschaftler_innen, Künstler_innen, Journalist_innen, Lehrenden, etc. einen (digitalen) Raum zum informellen Austausch und zur Vernetzung bieten soll. 

Weitere Infos auf der Webseite: AG Comicforschung

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Samstag, 2. Januar 2021

Fumetto-Wettbewerb "Grenzenlos"



Das Internationale Comix-Festival "Fumetto" in Luzern schreibt jährlich einen Wettbewerb aus. Er soll Comic-Schaffenden die Möglichkeit bieten, sich einem internationalen Vergleich zu stellen und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das diesjährige Wettbewerbsthema lautet: "Grenzenlos"

"Unbeschwerte Freude, unendliche Freiheit, völlig losgelöst oder komplett im luftleeren Raum. Grenzenlos kann vieles bedeuten, kann befreiend sein, Euphorie auslösen, Lust auf Neues schaffen. Aber es kann auch Unsicherheit hervorrufen und Ängste beschwören. Bist du frei, wo stösst du an dein Limit und wo setzt du dir eigenen Grenzen? Um Grenzen zu überwinden, können wir neue Brücken schlagen – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Was löst dies bei dir aus, wie gestaltest du dir diese Möglichkeiten? Wo stehst du und was ist für dich grenzenlos?

Zeichne uns Deinen Comic, der das Thema «grenzenlos» in irgendeiner Form aufgreift."

Der Preis ist in drei Kategorien ausgeschrieben: Kategorie 1: ab 18 Jahren; Kategroie 2: 13 bis 17 Jahre, Kategorie 3: bis 12 Jahre. Fumetto vergibt pro Kategorie drei Preise sowie einen Preis für das beste Szenario aller Kategorien. Die FestivalbesucherInnen bestimmen den Publikumspreis.

Einsendeschluss ist der 4. Januar 2021 

Alle Infos: Webseite

Fumetto Festival
Der Fumetto-Wettbewerb ist genauso alt wie Fumetto selbst und aus ihm hat sich das Festival entwickelt. Heute ist der Wettbewerb einer der grössten und wichtigsten in Europa. Jährlich senden bis zu 1000 Teilnehmer in drei Alterskategorien ab sechs Jahren ihre Arbeiten ein. Partner des diesjährigen Wettbewerbs ist Comundo.

Das Festival findet nächstes Jahr vom 20.-28. März bis statt.