Dienstag, 14. März 2017

Die Alternative zu Fakten – Karikaturen & Cartoons 2016/2017



Aller guten Dings sind sechs! Das war schon immer so! 
Und wer anderes behauptet, ist Fake News, ein Gutmensch und ein Volksverräter! 
Denn so geht sie: Die Alternative zu Fakten. 

In seinem nunmehr 6. Karikaturen & Cartoons-Buch zeigt Schwarwel abermals eine Auswahl seiner besten täglich gezeichneten, tagesaktuellen und politischen Karikaturen seines Arbeitsjahres 2016/2017.

Entblößend, konsequent kritisch, humorvoll satirisch, ohne zu zögern und immer auf den Punkt stellt Schwarwel mit spitzer Feder die verschiedenen Themenkomplexe des Alltäglichen, die Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dar. Das tut ziemlich oft weh – und genau das kann und muss eine gute Karikatur ja auch.

Eine Leseprobe ist bei myComics online:
„Die Alternative zu Fakten
 – Karikaturen & Cartoons 2016/2017″



Der Themenkatalog war auch im Arbeitsjahr 2016/2017 wieder sehr umfangreich: Trump, Erdoğan, Le Pen, Petry, Wilders, Putin und Merkel, Säuberungsaktionen, Schmähkritik, Angriffe auf Meinungs- und Pressefreiheit, Rechtspopulismus und AfD, Wahlen, Geflüchtete, brennende Flüchtlingsheime und Flüchtlingskrise, Aleppo und Krieg in Syrien, IS, Burka-Verbot, Homo-Ehe, Brexit, America first, Hate Speech und Fake News …

Veröffentliche wurden die Cartoons in zahlreichen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen, im TV und bei Verlagen erschienen sind, unter anderem im ARD Nachtmagazin, NDR extra3, Klett, Cornelsen, PONS, Lappan, Handelsblatt u. v. w.

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Schweinevogel Short Novels piccolos 

Für alle, die eine Portion mehr Humor brauchen, erscheinen nun endlich zwei neue Werke mit Schwarwels Comic-Kultfigur Schweinevogel: Die „Schweinevogel Short Novels. Wer reinblättern möchte, kann das auch online - auch zu diesen Werken gibt es Leseproben bei myComics:


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Schwarwel bei der Leipziger Buchmesse 2017

Auf der Leipziger Buchmesse wird Schwarwel mit 2 Veranstaltungen dabei sein: es wird eine Vorführung seines Trickfilms „Leipzig von oben“ geben, und Signierstunden:

Vorführung Trickfilm „Leipzig von oben“ 
Auf der Großen Bühne, Halle 1 J 400, in Anwesenheit von und mit Filmgespräch mit Schwarwel, Frank Pasic, Dina Pasic und Sandra Strauß:
  • Do 23.03.2017, 11 – 11:30 Uhr
  • Fr 24.03.2017, 11 – 11:30 Uhr
  • Sa 25.03.2017, 11:15 – 11:30 Uhr
  • So 26.03.2017, 14:30 – 14:45 Uhr

Signierstunden mit Schwarwel
Schwarwel signiert seine neuen Bücher:  „Die Alternative zu Fakten – Karikaturen & Cartoons 2016/2017“ - „Schweinevogel Short Novels“ piccolo Nr. 1 und piccolo Nr. 2 am Comic-Gemeinschaftsstand, Halle 5 E 207
  • Do 23.03.2017, 15 – 16 Uhr
  • Fr 24.03.2017, 15:30 – 16:30 Uhr
  • Sa 25.03.2017, 13 – 14 Uhr
  • So 26.03.2017, 13 – 14 Uhr
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Mehr Infos gibt es online unter: http://www.schwarwel-karikatur.com und www.schweinevogel.de.

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Montag, 13. März 2017

Freitag, 10. März 2017

Interview mit Marcos Rodriguez ("Sketchman")


Dieses Jahr haben wir die myComics-Wettbewerbe mit einem Newcomer-Wettbewerb gestartet, ein Wettbewerb der - wie myComics selbst auch - offen vom Thema, Länge und Stil ist. Marcos Rodriguez hat mit seinem Beitrag "Sketchman", einer humorvollen und empathischen Darstellung des kreativen Prozesses und dessen Tücken den zweiten Platz belegt.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Marcos zu seinem Comic, der eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

1) Woher kam die Idee zu deinem Comic "Sketchman"?

Auf unserer Comic Community „toonsUp“ kam die Idee auf, ein Sammelheft mit Beiträgen verschiedener Künstler zum Thema „Heroes of Art“ ins Leben zu rufen. D.h. jeder durfte sich eine Heldenfigur ausdenken, die irgendwie mit dem Thema Kunst, Kreativität o. ä. zu tun hat.
Als ich davon erfuhr lief bei mir gerade „Scatman“ über die Boxen und so war zumindest der Name recht schnell gefunden. Die eigentliche Figur basiert auf alten Skizzen, die ich von mir gefunden habe. Aber dann wollte mir einfach keine passende Geschichte einfallen. Bis ich irgendwann entschied, genau das zur Geschichte zu machen.

2) Woran arbeitest du gerade? Wo findet man mehr von deinen Stories?

Im „wirklichen Leben“ bleibt neben der Familie mit 4 Kindern und der eigentlichen Arbeit nicht viel Zeit. Dummerweise verschwende ich davon dann auch noch eine Menge, da ich mich nie recht entscheiden kann, ob ich nun eher Kurzgeschichten oder doch lieber Cartoons zeichnen sollte. Kürzlich durfte ich eine Episode („Planet F“) zu dem Comic Collab Projekt „Die neue Welt“ von EMBE beitragen, das ja auch hier veröffentlicht wird. Es gibt schon ein paar Ideen für eine Fortsetzung mit Sketchman, auch wenn ich noch nicht entschieden habe, welchen Umfang und Format das Ganze haben wird. Nebenbei skizziere ich gerade eine Kurzgeschichte zu/mit/über Sternzeichen.



Ansonsten versuche ich zumindest einmal pro Woche einen neuen Cartoon zu präsentieren. Die basieren dann auf aufgeschnappten Sprüchen, Fundstücke aus dem Internet oder auch ganz eigenen Ideen. Generell findet man mich und meine Werke auf toonsUp, Facebook, Instagram, Twitter und meiner Webseite (auch wenn ich auf der letzteren seit Ewigkeiten mit einer funktionierenden Kontaktaufnahme-Möglichkeit kämpfe und daher eher auf den anderen Plattformen aktiv bin).

3) Wann hast du mit dem Comiczeichnen angefangen, und wie kamst du dazu?

Ich habe eigentlich zweimal damit angefangen. Schon als Kind wurden wir zuhause angespornt, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Zusammen mit meinem Bruder haben wir uns dann neue
Abenteuer für unsere Comichelden (Donald, Asterix, Digedags…) ausgedacht.

Meine Eltern konnten ja nicht wissen, welche Lawine sie damit ins Rollen brachten. Schon bald musste ich dann einfach zwanghaft jeden freien Blattfetzen mit irgendwas vollkritzeln. Zuerst hatte ich aber nicht den Mut bzw. das Selbstvertrauen, diesen Weg als Hauptweg einzuschlagen und dann hatte das Leben einfach andere Pläne für mich. So kam es, dass in meinem Tagesablauf viele Jahre lang einfach kein Platz fürs Zeichnen war. Erst vor ein paar Jahren drängten mich meine Frau und die Kinder, doch wieder richtig zu Zeichnen. Meine Frau war es auch, die meine ganzen Einwände über „nicht ausreichende Qualität“, „Alter“ oder „abgefahrene Züge“ ignorierte, sich einfach an den Rechner setzte und für mich Kontakte zu anderen Zeichnern knüpfte. Und so kam die Lawine ein zweites Mal ins Rollen.

4) Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war:

Das ist verdammt lang her und ich bin mir da gar nicht mehr sicher. Ich schätze aber mal, dass es entweder „Heavy Metal“ oder „Clever&Smart“ (die für mich immer „Mortadelo y Filemón“ heißen werden) war.

5) Wenn du dich für eine Woche in eine Comicfigur verwandeln könntest, wer würdest du dann sein?

Ich kann meine Kinder regelrecht schreien hören „Sag HULK, sag HULK!“. Aber nein, ich bin gar nicht so aufbrausend. Sicherlich würde ich die Chance vermasseln, da ich die ganze Woche bräuchte, um mich für irgendeine Figur zu entscheiden. Oder ich würde lange an Spirit (also nicht das Pferd sondern den von Will Eisner) denken und dann doch „Hulk“ sagen. Was soll ich machen, wenn die Kinder es sich doch wünschen?!


6) Was sind Deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Am liebsten schaue ich mich eigentlich bei den User Comics um. Da ich aber noch nicht so lange dabei bin, lohnt es sich für mich in allen Kategorien auch etwas weiter in der Vergangenheit zu kramen, da ich auch da viele Beiträge finde, die ich noch nicht kenne. Ich liebe z.B. „Survivor Girl“ von Christoph Tauber/Ingo Röming. „Iggy und Sam 1“ von Ralph Marczinczik oder „Frank“ von Johannes Kretzschmar sind großes Kino. Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann bei „Fairy Tales gone Spandex“ von Albert Hulm und natürlich auch bei der, bereits oben erwähnten, „Die neue Welt“ von Marcus Behrendt (Embe) weitergeht. Aktuell finde ich „Helldraween 2“ sehr gelungen. Aber auch bei „Ritter Lanze“ von J. Kaiser freue ich mich schon auf die Fortsetzungen.
Es sind einfach zu viele, die es verdient hätten, hier erwähnt zu werden.

Vielen Dank für das Interview! 

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Weitere Interviews + Links:

Mehr von Marcos Rodriguez gibt es auf toonsUp, Facebook, Instagram, Twitter und seiner Webseite

Weitere myComics-Interviews und Links gibt es hier: myComics Interviews + Wettbewerbe

Donnerstag, 9. März 2017

Leipziger Buchmesse: Cosplay Wettbewerb


Großer Superhelden Doppel-Cosplay-Wettbewerb!

Am Freitag, den 24. März 2017 gehört die große Bühne auf der MCC den Superhelden … zwei Mal!
  • Von 11:00 Uhr - 12:00 Uhr veranstalten wir einen Cosplay-Wettbewerb für Marvel-Helden. Kategorien: „Helden / Schurken“ und „Spezial: Deadpool“
  • Von 13:00 Uhr - 14:00 Uhr können sich dann die DC-Anhänger in ihren Kostümen präsentieren. Kategorien; „Helden / Schurken“ und „Spezial: Harley Quinn“
Organisiert wird der Event von Panini Comics, und es gibt auch wieder geniale Preise zu gewinnen, die von einer Jury vergeben werden!

Anmeldeschluss ist der 16. März 2017, hier ist die Info zum Mitmachen: "Bitte meldet euch mit einer E-Mail mit dem Betreff „MCC17 – Marvel-Cosplay“ oder Betreff „MCC17 –DC-Cosplay“ an. Schreibt uns kurz, welchen Charakter ihr cosplayen wollt, gebt euren Namen an und euer Alter. Mailadresse: pv@panini.de"

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Buchmesse und MCC

Weitere Infos zur Leipziger Buchmesse und Comicmesse gibt es online auf den Webseiten der Messe:

Dienstag, 7. März 2017

Panini Comics TV: neue Folge mit Interviews + Leseproben!



Buchmesse Leipzig, DC Rebirth, Wonder Woman, Wolverine... die neunte Folge von Panini Comics TV ist online!

Die neue Folge von Panini Comics TV startet mit Infos zur kommenden Buch und Comic-Messe in Leipzig (23.-26. März). Und das DC-Highlight "Rebirth" nimmt in diesem Monat richtig Fahrt auf, der DC-Experte Peter Thannisch informiert dazu nochmal zum Stand bei "Rebirth".

Als Gäste sind diesmal dabei: der Comic-Chefredakteur Jo Löffler und die Cosplayerin, Comic/Literatur- Bloggerin und -You-Tuberin Lea Kaib.

Weitere Themen dieser Folge sind Wonder Woman, Wolverine, Neues aus dem Alben-Bereich und vieles mehr.

Leseproben bei myComics
Zu mehreren Titeln sind bei myComics Leseproben online:


Montag, 6. März 2017

"ASH" - so geht die österreichische Superhelden Serie im Jahr 2017 weiter!



Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 und der ersten Miniserie geht die österreichische Superhelden Serie "ASH - Austrian Superheroes" auch im Jahr 2017 weiter!

Im Gegensatz zu den ersten durch Crowdfunding finanzierten Heften trägt sich das Projekt inzwischen und vor allem durch den Vorverkauf von Abos selbst. Mehrere hundert Abonnenten weltweit und Verkäufe von rund 5000 Stück pro Nummer erlauben dem Team aus freiberuflichen Autoren und Künstlern die Abenteuer um Captain Austria Jr, das Donauweibchen, Lady Heumarkt, den Bürokraten und den anderen schillernden Helden- und Schurkenfiguren weiterzuspinnen.

Vor wenigen Tagen kam Band #5, der erste von sechs geplanten Heften für 2017, in den Handel. Eine Leseprobe ist bei myComics online: ASH- Austrian Superheroes #5 

Ein Abonnement für das Jahr kann man noch auf der Homepage der Austrian Superheroes bestellen. Dabei gibt es auch die Möglichkeit ein Spezialabo mit signierten und nummerierten Sonderdrucken zu erwerben. Außerdem wird das erfolgreiche Konzept der Crowdfunding-Phase, Fans in die Handlung hineinzuzeichnen, fortgeführt: auf der Website kann man sich wahlweise einen Platz als Statist oder Kleindarsteller (mit Sprechblase) sichern!

Leseproben der ersten vier ASH Hefte
Wer jetzt einsteigen möchte, kann die ersten vier Hefte noch nachordern. Auch zu diesen Heften sind Leseproben bei myComics online: ASH Austrian Superheroes #1 - #4


ASH live
ASH kann man demnächst auch wieder live erleben, hier sind die Termine:
  • 18. März, 15 Uhr
    Vortrag & Workshop zur digitalen Comic-Produktion im Rahmen der NextComic im Ars Electronica Center Linz 
  • 2. April, 10-16 Uhr
    Vienna Comix Market, Meet the Artists, Verkauf, Variant Cover & Limited Editions, Signieren, Dedicated Drawings 
  • 8./9. April, 10-19/10-17 Uhr
    Comic Con Austria Linz, Präsentation von Heft #6, Artists, Verkauf, Signieren, Special Guests
ASH - Comicalbum
Wer kein Fan von Comicheften ist, kann den ersten Zyklus "ASH - Rückkehr der Helden" übrigens auch als Comicalbum und Buchhandelsobjekt erwerben, mehr dazu auf der  ASH-Webseite.


Freitag, 3. März 2017

Interview mit Míka Eríksdóttir ("Herzkasper")


Dieses Jahr haben wir die myComics-Wettbewerbe mit einem Newcomer-Wettbewerbe gestartet, ein Wettbewerb der - wie myComics selbst auch - offen vom Thema, Länge und Stil ist. Die Gewinnerin Míka Eríksdóttir präsentiert mit ihrem Beitrag Herzkasper die älteste Auseinandersetzung aller Zeiten, die des Verstandes und des Herzens, mit Humor und sprichwörtlichem Herzblut auf eine moderne Art und Weise.

Wie immer wollten wir mehr zu den Gewinner-Comics wissen, und haben Míka zu ihrem Comic, der eigenen Comic-Geschichte und zu aktuellen Projekten befragt:

Woher kam die Idee zu deinem Comic "Herzkasper"?

Um Weihnachten herum machte ich mir aus diversen Gründen viele Sorgen. Und damit meine ich gar nicht primär Liebesangelegenheiten. Wenn man das aktuelle Weltgeschehen nüchtern betrachtet, kann man leicht die Hoffnung verlieren und denken, dass die Menschen als Kollektiv auf dieser Erde nichts mehr reißen werden. Doch statt diese Überzeugung zuzulassen, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit dafür sprechen sollte, gelangte ich (zum Glück auch diesmal wieder) zu dem Schluss, dass es keine Option sein darf aufzugeben.

Wir brauchen alle den Glauben, dass es gut werden kann. Natürlich ist das als Erkenntnis recht banal. Aber so wie wir uns auch nach Jahren in einer Partnerschaft immer noch "Ich liebe Dich" sagen sollten, sollten wir uns vielleicht hin und wieder daran erinnern, dass die Devise "Hoffnung" die einzige ist, die wirklich trägt. Um mich selbst daran erinnern zu können im Notfall, habe ich "Herzkasper" gezeichnet. Es ist meine erste mehrseitige Erzählung.


Woran arbeitest du gerade? Wo findet man mehr von deinen Stories?

Da ich im Referendariat fürs Lehramt stecke, habe ich leider im Augenblick keine weiteren größeren Comic-Projekte - aber es gibt trotzdem immer etwas anzuschauen und zu lesen! Seit etwas über zwei Jahren zeichne ich Ein-Bild- bis Eine-Seite-Comics. Meistens erlebt darin mein alter Ego Míka Dinge, die mal mehr und mal weniger von meinem Alltag inspiriert sind. Manchmal verleihe ich lediglich meiner Liebe zu Kaffee Ausdruck. Manchmal erzähle ich von meinen Lieben.

Am aktivsten bin ich auf Twitter. Da zeichne ich nicht nur, sondern schreibe und fotographiere auch. Alles frei unter dem Motto "Quatsch auf hohem Niveau vs. Ernst hängt am Galgenhumor". Auf Instagram habe ich dann gesondert den Zeichnungscontent ausgelagert. Der Nickname lautet in beiden Fällen @MikasAtelier, der Hashtag dazu ist #míkaresk.

Als studierte Künstlerin arbeite ich über Comics hinaus auch an anderen Projekten. Zur Zeit ist das eine Serie mit Zeichnung, die Pokémon ihren Originalen aus der Natur gegenüberstellt.


Wann hast du mit dem Comiczeichnen angefangen, und wie kamst du dazu?

In der Mittelstufe, ziemlich genau nachdem ich angefangen hatte, Comics zu lesen. Ich hatte schon als kleines Kind ausgerechnet die Animeserien der 90er in Deutschland heiß geliebt und plötzlich gab es das als Buch. Das war eine wahnsinnige Offenbarung für mich!

Als Kind hatte ich das nie hinterfragt. Es gab eben einfach diese Zeichentrickserien, die ich mehr mochte als andere. Und dann gab es Comics. Das waren die mit den Enten. Die fand ich optisch nicht ansprechend. Es war wie ein Wunder, dass es genau das, was ich toll fand, plötzlich zum in die Hand nehmen, genau studieren und immer wieder angucken gab! In meiner Abizeitung gab ich an, Comiczeichnerin und Kunst- und Deutschlehrerin werden zu wollen. Es ist lustig, dass ich nun beides geworden bin.
Übrigens habe ich während meines Kunststudiums so gut wie gar nicht gezeichnet und Comics überhaupt nicht. Erst als ich anfing zu twittern entdeckte ich das Erzählen in Bildern für mich wieder neu. Einerseits werde ich nun Twitter und den ganzen lieben Menschen dort auf ewig dankbar sein, andererseits Comiczeichnen wie meinen Augapfel hüten - und versuchen immer besser zu werden.


Das erste Comicheft, das du dir selbst gekauft hast, war:
Ranma 1/2. Ich war gerade 14 Jahre alt und die Werbung war in irgendeiner Zeitschrift. Die Zeichnungen sahen so abgefahren aus, dass ich daraufhin den nächsten Comicladen ausfindig machte und die ersten 3 Bände mitnahm. Später würde ich in ebendiesem Comicladen jobben. Mein Chef hätte mich damals am besten einfach in Manga ausbezahlt...

Wenn du dich für eine Woche in eine Comicfigur verwandeln könntest, wer würdest du dann sein?

Nana Osaki. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt der Geschichte, in welchem sie mit Hatchi zusammenwohnt, Blast wieder formiert und dann auf Ren trifft. Oder lieber doch Nana Komatsu, während sie diese schöne Zeit mit Nobuo verlebt... Das ist jetzt wahnsinnig schwer zu entscheiden!


Was sind Deine aktuellen Favoriten auf myComics?

Der Wettbewerbsaufruf von myComics wurde mir eigentlich eher zufällig in meine Twitter-TL gespült, als ich gerade an "Herzkasper" arbeitete. Da habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mich kurzerhand angemeldet. Das heißt, ich bin kein Insider der myComics-Community. Aber natürlich habe ich mich in den letzten Wochen umgesehen, Comics und Interviews gelesen. Aus dem aktuellen Wettbewerb-Squad mag ich "Sketchman" und "Wie ich einmal im Puff gearbeitet hätte", mein ganz persönlicher Liebling ist darüber hinaus "Nebukadnezar". Da finde ich die Zeichnungen so großartig. Leider ist die Typo viel zu klein. Beeindruckt hat mich auch, wie viel und gut Kathrin Felder veröffentlicht auf myComics. Ansonsten fand ich "Zwischenwelt" von Phlint und "Mutters gelber Schirm" von David Füleki wahnsinnig toll. Insgesamt hat mich auch gefreut, wie viele Zeichner*innen ich hier wieder fand, die ich von Twitter kenne, wie Ines Korth, Marvin Clifford, Johanna Baumann oder Mario Bühling. Es gibt wirklich viel zu entdecken!

Vielen Dank für das Interview!

Das hat großen Spaß gemacht!
Danke für die tolle Gelegenheit, mir Gedanken über all die Dinge zu machen.

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Weitere Interviews + Links:

Mehr von Míka Eríksdóttir gibt es auf Twitter und Instagram.

Weitere myComics-Interviews und Links gibt es hier: myComics Interviews + Wettbewerbe

Mittwoch, 1. März 2017

Ausstellung: Holocaust im Comic + Leseproben



Die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main zeigt noch bis zum 19. März eine Ausstellung zum Thema "Holocaust im Comic".

Von Walter Moers' Adolf, die Nazisau bis zur Graphic Novel-Adaption des Romans Flughunde von Büchner-Preisträger Marcel Beyer: Der Nationalsozialismus und der Holocaust werden auch in Comics auf verschiedenste Art und Weise thematisiert.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf einer Auswahl aus zehn Comics, die sich jeder auf seine Art mit diesem Themenkomplex auseinandersetzen. Vertreten sind unter anderem Art Spiegelmann (Maus – Die Geschichte eines Überlebenden), Lies Schippers (Die Suche) und Rutu Modan (Das Erbe).

Auch das Begleitprogramm bietet einiges, so findet am 9.3. ein Vortrag und Gespräch zum Thema  "Mickey und der Golem. Reflexionen des Holocaust im Comic" statt. In dieser abschließenden Veranstaltung des Begleitprogramms wird unter anderem die Frage erörtert, auf welche Weise und inwiefern in Comics Erfahrungen aus der Betroffenenperspektive transportiert werden.

Die Ausstellung sowie die Veranstaltungen im Begleitprogramm können in der Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150 in Frankfurt am Main besucht werden. Weitere Infos auf der Website der Bildungsstätte.

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Holocaust im Comic: Leseproben bei myComics

Auch bei myComics sind Beiträge zu diesem wichtigen Thema online, hier eine Auswahl:

"Mutters Gelber Schirm" von David Füleki
Eine Geschichte, die ohne Worte und Erklärung auskommt, und dabei Fantasie und Zeitgeschichte unerwartet und überzeugend verknüpft. Ein Interview zum Comic, das bei einem 12-Stunden-Tag entstanden ist, gibt es im Blog: Interview mit David Füleki ("Mutters gelber Schirm")



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"Der Junge mit dem Blauen Schal" von Isa Ristow
Judah und seine zwei Brüder leben im Deutschland der 1930er Jahre. Ihr Alltag ist von Ausgrenzung und Diskriminierung geprägt, denn ihre Familie ist jüdisch. Judah lebt mit dem Druck immer der Beste sein zu müssen, um nicht von der Schule zu fliegen, sein jüngerer Bruder Emmet hat ein ungezügeltes Temperament und bringt sich oft in Schwierigkeiten und der Jüngste, Amber, lebt in seiner eigenen Welt. Als Judah sich in Julia verliebt, die eine Nichtjüdin ist, verkompliziert sich seine Lage.