Montag, 19. August 2019

Comic-Kulturaustauschstipendium Berlin/Paris ausgeschrieben


Die Stadt Berlin hat auch dieses Jahr ein europäisches Kulturaustauschstipendium im Bereich Comic/Graphic Novel ausgeschrieben!

Der Stipendienzeitraum reicht von November 2020 bis April 2021, das sechsmonatige Stipendium in Paris in der Cité Internationale des Arts ist für Berliner Künstlerinnen und Künstler im Bereich Comic und Graphic Novel ausgeschrieben.

Das Stipendium ist für die künstlerische Entwicklung von professionell arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern bestimmt. Der Auslandsaufenthalt soll ihnen ermöglichen, Verständnis und Kenntnis der Kultur des Gastlandes zu erwerben, Entwicklungen der Szene vor Ort zu studieren, Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen, Anregungen zu gewinnen und vor Ort ein künstlerisches Projekt zu realisieren. Hierfür stellt die ausländische Partnerinstitution eine Atelierwohnung zur regelmäßigen Aufnahme Berliner Künstlerinnen und Künstlern bereit.

Das Stipendium beträgt monatlich 2.500 € pauschal und mietfreie Nutzung der Atelierwohnung im Ausland.

Bewerbungsschluss ist der 20. September 2017.

Weitere Informationen zur Ausschreibung gibt es auf der Webseite der Berliner Senatsverwaltungaufgerufen: Kulturaustauschstipendien des Landes Berlin - Comic/Graphic Novel: Paris

.

Freitag, 16. August 2019

Comic Kalender: Events, Deadlines, Termine



Comic Events zum Besuchen, Mitmachen, Abstimmen und Dabeisein


Gamescom
Mit mehr als 600 Ausstellern ist die Gamescom eine der größten Messen für interaktive Spiele und Unterhaltung - auch Comics sind mit dabei! Der erste Tag (Di, 20.8.) ist dabei den Fachbesuchern gewidmet, vom Mi, 21. - Sa, 24. August ist die Messe offen für alle.

24 Stunden Comictag in Winterthur 
Im Oktober findet im Kulturzentrum Alte Kaserne in Winterthur wieder der jährliche 24 Stunden Comictag statt, Datum ist 20.10., die Anmeldung dafür ist seit 7. August geöffnet.

Deutscher Cartoonpreis
Unter dem Motto "Beste Bilder - Die Cartoons des Jahres 2019" sind Cartoonisten auch dieses Jahr wieder eingeladen, ihre Werke für den Deutschen Cartoonpreis einzureichen. Einsendeschluss ist der 6. September.

Weltweite Lesung für Menschenrechte
Um ein Zeichen für die Menschenrechte zu setzen, ruft das Internationale Literaturfestival Berlin am 11. September 2019 zu einer weltweiten Lesung auf.

Comic-Stipendium Berlin/Paris
Die Stadt Berlin hat für Berliner KünstlerInnen ein 6monatiges Kulturaustauschstipendium in Paris im Bereich Comic/Graphic Novel ausgeschrieben, Bewerbungsschluss ist der 20. September.
 
Künstlerresidenz-Programm in Angoulême für Comiczeichner  
Das "Maison des Auteurs" in Angoulême bietet für Comiczeichner ein Künstlerresidenz-Programm an, nächste Deadline zur Anmeldung ist 10. Oktober.

Für Uni-Studie: Cartoonisten gesucht
Die Goethe Universität in Frankfurt sucht Cartoonisten für eine Studie, bei der es um die Darstellung und Erfassung von Emotionen geht. Die Teilnahme ist ab sofort bis zum 20. November per Mail, Fax oder Post möglich.

Förderung für Comicprojekte 
Die VG-Bildkunst unterstützt Comicprojekte. Die Antragsfristen sind: 15. Mai und 15. November

Wanderausstellung "Die besten deutschen Comics" 
Zum dritten Mal ist die Wanderausstellung mit den deutschsprachigen PreisträgerInnen des 18. Internationalen Comic-Salon Erlangen unterwegs. Bis Mai war sie in Karlsruhe zu sehen und ab Anfang November in Köln.

Comic Con Dortmund
Die Comic Con in Dortmund findet dieses Jahr am 7. und 8. Dezember statt. Erwartet werden wieder nationale und internationale Stars und Künstler aus den Bereichen Film, TV und Comic. Auf der Comic Con Dortmund wird der Rudolph Dirks Award 2019 verliehen.

*
PS: Weitere Updates und Ergänzungen zu den Veranstaltungen folgen wöchentlich


Donnerstag, 15. August 2019

Panini Comics TV: mit Conan, Dr. Who, Uncanny X-Men, Gamescom + LESEPROBEN!



Panini Comics TV Folge 38 ist jetzt online!

In der neuen Folge geht es natürlich um den Start der neuen Conan-Comicserie bei Panini - dazu warten Interviews mit Marvel-Chefredakteur C. B. Cebulski, Autor Jason Aaron und Zeichner Mahmud Asrar, die einen spannenden Einblick geben in das, was uns mit dem Barbaren erwartet.

Von Conan zu Doctor Who: Endlich macht sich auch bei Doctor Who der Dreizehnte Doctor in Comic-Abenteuer auf. Mit Übersetzerin Claudia Kern als Gast in der Sendung ist dafür die kompetenteste Gesprächspartnerin dabei

Und natürlich kommen auch die Novitäten von DC und Marvel nicht zu kurz, unter anderem erzählt Zeichner Pere Perez etwas zu seiner Arbeit an Uncanny X-Men.

Weitere Highlights der Folge: Comics zu Games mit League of Legends, World of Warcraft und Life ist Strange - und Infos zu Panini auf der Gamescom. Und es gibt wieder ein Gewinnspiel.

Reinschauen lohnt sich: Panini Comics TV!

**


Leseproben bei myComics
Zu mehreren Themen sind bei myComics Leseproben online:

Dienstag, 13. August 2019

Deutscher Karikaturenpreis 2019: Prima Klima + Galerie



In 2000 gab es ihn das erste Mal, und hat sich mittlerweile zum bedeutendsten Preis seiner Art in Deutschland entwickelt. Aktuell läuft die Einreichungsphase für 2019, die Themenvorgabe ist: "Prima Klima":

Auch dieses Jahr gibt es mehrere Preise zu gewinnen:
Der Deutsche Karikaturenpreis vergibt 2019 fünf Jurypreise, darunter einen Sonderpreis für Newcomer, und einen Publikumspreis. Die Preise sind mit insgesamt 11.000 € dotiert, von 1.000 € für den besten Newcomer bis 4.000 € für den Sieger.

Der Einsendeschluss für den Preis ist 15. August 2019 

Weitere Infos gibt es online: Deutscher Karikaturenpreis

*
https://www.deutscherkarikaturenpreis.de/galerie/

Galerie 2018
Tipp: Die Webseite des Karikaturpreises umfasst auch eine Karikaturen-Galerie, dort wird aktuell die Shortlist des Wettbewerbs 2018 mit dem Thema "Vorsicht Heimat!" vorgestellt.

*

.

Montag, 12. August 2019

Ginco Award: Die Gewinner! + Podcast-Interviews + SWR-Beitrag + Shortlist




Der GINCO Award ist ein neuer Comicpreis, welcher der Anerkennung und Auszeichnung von Comicschaffenden dient, die über Self-Publishing, in Kleinverlagen und auf Plattformen für "Creator-Owned" Content und auf ähnlichen Wegen ihre Werke veröffentlichen. Er wurde dieses Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben und stieß in der Szene auf große Resonanz. Über 200 Einsendungen gingen an die Jury.

Die Verleihung des Awards erfolgte Ende Juni auf der Comic Con Stuttgart.



Die Gewinner sind:
  • Bester Lang-Comic: "Maertens" von Maximilian Hillerzeder 
  • Bester Kurz-Comic "Wilhelm will ans Meer" von Matthias Lehmann
  • Bester Kinder/Jugend-Comic "Grün & Gold" von Lisa Brenner
  • Bester Experimental-Comic "Koukla" von Alexandra Rügler

Spotlights
Zusätzlich gibt es eine "Spotlights"-Kategorie, für bemerkenswerte Einsendungen, die nicht ganz in eine der Kategorien passen:
  • Zinnober von Ralf Singh 
  • Maus und Krokodil von Sebastian Gneiting 
  • Crossplay von Niki Smith 
  • Massu Schmiedstochter von Ines Korth 
  • Java Bonds von Nana Yaa Kyere
Herzlichen Glückwunsch!

*


Podcast - Interviews mit den Gewinnern

In der aktuellen Folge des Comic-Podcasts "Yay Comics!" gibt es Interviews mit den vier Hauptgewinnern des Awards: Alexandra Rügler, Matthias Lehmann, Lisa Brenner und Maximilian Hillerzeder: Yay, Comics! Die ersten GINCO-GewinnerInnen

*



Beitrag zum Award bei SWR 2 

Beim SWR gibt es zum Ginco-Preis einen interessanten Beitrag der im Radio gesendet wurde, und auch auf der Webseite als Mitschnitt online ist: "Mehr Aufmerksamkeit für queere Themen: Der GINCO-Award bei der Stuttgarter Comic Con"
.
*

Mehr zum Award + Shortlist 

Nominiert waren 29 Titel in 4 Kategorien - darunter sind auch viele myComics-Mitglieder.

Mehr zum Award gibt es auf der Ginco-Webseite und direkt hier im Blog: Neuer Comicpreis: GINCO-Award 

Die Shortlist:

Bester Kinder / Jugendcomic


Bestes Experimentalwerk



Bester Kurzcomic


Bester Langform Comic


Mittwoch, 7. August 2019

24 Stunden Comictag in Winterthur am 19. Oktober


24 Stunden Comictag in Wintherthur am 20./21. Oktober - Anmeldung offen

Seit 2008 findet im Kulturzentrum Alte Kaserne in Winterthur jedes Jahr ein 24 Stunden Comics statt. Innerhalb von 24 Stunden schreibt und zeichnet jeder der 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen 24-seitigen Comic von A bis Z.

Es wird ohne Vorarbeit gestartet, die Storys werden vor Ort geschrieben und gezeichnet, koloriert und ausgeschmückt. Es darf gemalt, geklebt und am Computer gezeichnet werden – die Technik ist frei, ebenso das Format der Comics. Ein-Bild-Geschichten sind nach den offiziellen Richtlinien nicht erlaubt, man muss 24 aufeinander folgende Seiten produzieren, wenn man der Idee des Erfinders, dem Amerikaner Scott McCloud, folgen will. Nach 24 Stunden müssen die Comics fertig sein.

Dieses Jahr wird der Zeichenmarathon am 19./20. Oktober stattfinden. Es hat Platz für 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ab 16 Jahren ist man dabei, Unkostenbeitrag 25.- Franken.

Die Anmeldung ist jetzt geöffnet, mehr zum Event auf der Homepage des Kulturzentrums.

*

Dienstag, 6. August 2019

Neues Comicprojekt von Schwarwel: "Gevatter – Sterben will gelernt sein“



Sterben will gelernt sein: myComics-Mitglied Schwarwel arbeitet an einem neuen Comicprojekt, bei der es um eines der großen Themen der Menschheit geht: den Umgang mit dem Sterben und dem Tod. 

Die Graphic Novel „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ von Schwarwel ist eine autobiografische Erzählung, in der uns der Autor und Zeichner mitnimmt auf eine Reise in seine Innenwelt und seine Erinnerungen, um uns an seiner ureigenen Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod und seinen Ängsten davor teilhaben zu lassen.

In packenden, einfühlsamen Bildfolgen wirbt der Autor für eine angemessene Sterbekultur und dafür, dem Tod seinen berechtigten Platz in unserem Leben einzuräumen: als würdevolles Ende des eigenen Seins ebenso wie als Motivator, die wertvolle Zeit davor gut und sinnvoll zu nutzen, statt sie verschwenderisch verstreichen zu lassen als gäbe es kein Morgen.

Dabei gibt Schwarwel viel von sich selbst preis und lässt tief blicken – in seine klinische Depression, in seine bezwungene Alkoholsucht, in seine Angstneurose –, denn auf diese Weise werden seine Gedanken nachvollziehbar, erlebbar und aus dem Gevatter Tod als grimmen Schnitter und diffuse Angsgestalt wird ein facettenreiches Mosaik der Endlichkeit, das wir zwar niemals überwinden können, mit dem es uns aber gelingen kann, bewusster zu leben.

*

Leseprobe: "Gevatter"

Leseprobe online!

Auf myComics ist eine Leseprobe der ersten Ausgabe online:

Schwarwel: Gevatter - Kapitel 1: Verleugnung

*



Interview und Dokumentation
Mehr zum Projekt - mit interessanten Infos und einem langen, mehrteiligen Interview - gibt es auf der Webseite von Schwarwel: Gevatter - Dokumentation

Hier direkt einige Ausschnitt aus dem Interview, bei dem es um das Medium Comic geht, und um die Arbeit und das Leben als Comiczeichner, die Comicszene, Vorbilder … 

Um was genau geht es in „Gevatter“? 
Die Geschichte handelt vom Aufwachsen meines Alter Ego Tim und seinem gleichzeitigen Begreifen der eigenen als auch der allumfassenden Endlichkeit – was bei mir persönlich mit sehr viel Angst, Unsicherheit und Irritation verbunden war. Ich möchte die Leser*innen einladen auf eine Berg- und Talfahrt durch meine Ängste und Neurosen als Beispiel dafür, wie mensch eben mit den großen Themen umgeht und sie anzupacken lernt in der Hoffnung, die Rezipienten erkennen etwas davon in sich wieder und bekommen damit vielleicht auch einen klareren Zugang zu ihrer eigenen Vergänglichkeit und dem Wert, den das Leben dadurch bekommt. Vorausgesetzt, sie sind nicht sowieso schon mit sich im Reinen, was ich jedem nur wünschen kann … Depression, Alkohol und Traumata spielen genauso eine Rolle wie das Streben meines Protagonisten nach künstlerischem Ausdruck in Musik, Comics und Kunst, was für mich natürlich untrennbar miteinander verbunden ist.

Wie ist der Aufbau, die Gestaltung und das Design? Arbeitest du wieder mit realistische Figuren und Handlungsorten sowie Bildern, in denen viel Inhalt steckt und passiert – Markenzeichen von dir …?
Graphic Novel klingt immer recht hochgestochen, als Comiczeichner habe ich mit der Begrifflichkeit natürlich irgendwie ein Problem. Für „Gevatter“ habe ich mich deshalb an den beiden Werken orientiert, die den Begriff allgemein definiert haben: Will Eisners „A Contract with God“ und Alan Moores und Dave Gibbons „Watchmen“. Bei Eisner finde ich die auf Natürlichkeit angelegte Dialogführung ganz großartig, weil sie sich real anfühlt, und von „Watchmen“ habe ich die strenge Einzelbildeinteilung übernommen, die auf einem klaren Neun-Bilder-pro-Seite-Raster, Drei-Bilder-Pro-Zeile beruht. Mit dieser Einteilung komme ich wunderbar klar, weil sie ein rhythmisches Erzählen gestattet, das mir sehr entgegenkommt. Größere Bilder wie Establishing Shots kann man dramaturgisch gut eintakten, ohne dass es nach alberner Superhelden-Action aussieht und Rückblenden kann ich einfach mit gewellten Panelframes ausdrücken. Stilistisch orientiere ich mich bei dieser Schwarz-Weiß-Geschichte natürlich an Vorbildern wie Charles Burns, Mike Mignola, Frank Miller oder Daniel Clowes – kontrastreiche, solide Bilder, in denen die feinen Linien der realistisch angelegten Figuren nicht zu kurz kommen – was sicher wie ein Haufen Arbeit klingt. Ist es auch. Und es macht sehr große Freude beim Zeichnen.

Wie gehören für dich Comic, Trickfilm und Musik zusammen? Was bedeuten sie für dich als Künstler und in deinen eigenen Werken? 
Comic, Trickfilm und Musik sind als Erzählmedien meine drei großen Vorlieben, die für mich immer irgendwie zusammengehören, da alle drei dieser Ausdrucksformen – zusammen mit dem Realfilm – auf Rhythmus und Melodie basieren, auf Dynamik, rauf und runter, hoch und tief, auf das Vergehen von Zeit, während sich eine Handlung oder Geschichte entwickelt und man im Idealfall am Ende schlauer ist als vorher. Das lässt sich natürlich auch auf Einzelillustrationen, Karikaturen oder Bücher herunterbrechen … Für mich ist das alles eine Soße, nur mit verschiedenen Ausprägungen in Geschmack und Sämigkeit und es kommt nur immer darauf an, was gerade umgesetzt werden soll, wie die Aufgabenstellung ist, um zu sehen, für welches Medium man sich letztlich entscheidet. Da ich als Knirps zu großen Teilen durch Westcomics und Westmusik sozialisiert wurde – die verbotenen oder schwer erreichbaren Früchte sind eben immer viel reizvoller als das Gemüse im eigenen DDR-Garten –, wollte ich eben unbedingt Comics machen. Klassische Illustration, Grafik, Malerei und Buchgestaltung haben mich zwar auch interessiert und tun es noch, aber wirklich eingetaucht bin ich nur in Marvelcomics, Asterixhefte oder die Abenteuer von Spirou und Fantasio, die ich noch als Pit und Pikkolo kennengelernt habe.

Das komplette Inteview ist hier online: Schwarwel Interview zu "Gevatter"

*